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Nachtstromanbieter sind eine Seltenheit

In Deutschland heizen noch etwa vier Prozent aller Haushalte mit Strom, zum Beispiel in Form einer Nachtspeicherheizung, und beziehen dafür vergünstigten Strom von einem Nachtstromanbieter. In den meisten Fällen ist das lokale Stromversorger, von dem man auch seinen Haushaltsstrom kauft. Alternative Nachtstromanbieter gibt es fast nicht.

Einen bundesweiten Nachtstromanbieter gibt es praktisch nicht, denn die Netznutzungsentgelte, die ein solcher bezahlen müsste, um Nachtstrom in jedwedes Gebiet zu leiten, sind schlichtweg zu hoch. Ein vom Bundeskartellamt geführtes Verfahren bewirkte jedoch 2010, dass nun der Markt für Heizstrom transparenter werden soll, d.h. es ist möglich, dass in Zukunft mehr Nachtstromanbieter auf dem Markt sind, die den Preis für Nachtstrom drücken könnten. Generell zeichnet sich aber ein Trend ab, der wegführt von der Berechnung in Hoch- und Niedertarif. Daher wird erwartet, dass Nachtstrom zusammen mit der auf ihn ausgerichteten Nachtspeicherheizung in den nächsten Jahren gänzlich vom Markt verschwindet.

Nachtstrom-Zeit wird durch Nachtstromanbieter festgelegt

Bei der Nutzung von Nachtstrom - auch Nachtspeicherstrom genannt - wird ein spezieller Tarif berechnet, der von dem des Tagstroms abweicht. Meist gilt dieser zwischen 6 Uhr morgens und 22 Uhr abends, während der Nachtstromanbieter für den Rest des Tages einen Sonderpreis festlegt. Um in zwei Tarifen abrechnen zu können, muss ein so genannter Zwei-Tarif-Zähler installiert werden, der mithilfe eines Signals durch den Nachtstromanbieter zwischen den beiden Tarifen zur festgelegten Uhrzeit umspringt. Wichtig ist, dass für einen solchen Stromzähler eventuell ein höherer monatlicher Grundpreis (oft auch Zählergebühr genannt) einkalkuliert werden muss.

Zweitarifzähler Um Nachtstrom beziehen zu können, benötigt man einen Zweitarifzähler. Vom Nachtstromanbieter wird dann Signal gesendet, zu welcher Uhrzeit über welchen Zähler abgerechnet wird. (Foto / Abb.: PhotoPlace / Fotolia.com)

Nachtstromanbieter wechseln?

Generell ist es kaum möglich, den Nachtstromanbieter zu wechseln, weil fast immer nur der lokale Grundversorger in der Lage ist, einen gesonderten Nachtstromtarif anzubieten. Ratsam ist es aber allemal, einen Stromtarifrechner zu Rate zu ziehen und auch normale Stromtarife zu vergleichen, denn möglicherweise ist ein günstiger Stromanbieter ohne Nachtstrom immernoch günstiger als der lokale Nachtstromanbieter.

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