Heizstrom, der meist mittels Elektroheizungen wie Nachtspeicheröfen genutzt wird, steht unter gesteigerter Beobachtung, denn er gilt als umweltfeindlich und teuer. Da es bei Nachtstrom nahezu keine Wechselmöglichkeit gibt, ist ein Nachtstrom Preisvergleich bisher ist er kaum möglich.
Viele Grundversorger haben beim Nachtstrom eine marktbeherrschende Stellung eingenommen, das Bundeskartellamt spricht sogar vom "gefangenen Verbraucher". Andere, oft kleinere Wettbewerber, so die Institution weiter, hätten kaum eine Chance sich an dieser Sparte innerhalb des Strommarktes zu beteiligen - die Politik der marktdominierenden Konzerne sei zu intransparent, die Vorgaben bezüglich des Heizstroms zu uneinheitlich und unklar. Allerdings bedarf es genau eines solchen Wettbewerbs, damit ein Nachtstrom Preisvergleich überhaupt möglich ist.
Zurzeit gibt so wenige Anbieter von Heizstrom bzw. Nachtstrom, dass ein Nachtstrom Preisvergleich kaum Sinn macht. Meistens sind es die Grundversorger, über die dieser Strom zu beziehen ist. Eine andere Wahl bleibt oftmals nicht. Doch Verbraucher sollten einen Preisvergleich nicht unversucht lassen, denn je nachdem, wie hoch der Nachtstrom-Anteil am gesamten Stromverbrauch ist, kann es sich auch rechnen, in einen "normalen" Stromtarif zu wechseln. Mit unserem Stromrechner ist ein Nachtstrom Preisvergleich ganz einfach. Geben Sie einfach Ihre Postleitzahl, Ihren Stromverbrauch pro Jahr sowie den Nachtstrom-Anteil an. Unser Stromrechner zeigt Ihnen die günstigsten Tarife, vielleicht lohnt sich also trotz Nachtstrom-Nutzung der Wechsel zu einem günstigen Stromanbieter.
Da ein Nachtstrom Preisvergleich oft keine günstige Alternative aufzeigen kann, ist das Heizen mit Nachtstrom sehr teuer.
(Foto / Abb.: Fotolia.de / Gourmeca)
Auch wenn es momentan kaum Wettbewerb bei Nachtstrom gibt, gibt es Hoffnung für Verbraucher in Bezug auf den Nachtstrom Preisvergleich. Mit der Novellierung des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) zum Jahr 2011 wurden einige Veränderungen auf dem Strommarkt angestoßen. Was wohl alle Verbraucher freuen wird, ist die Vereinfachung von Rechnungen. Unter anderem soll der Verbrauch des Vorjahres genau aufgezeigt und die wichtigsten Informationen zum Anbieterwechsel dargestellt werden. Für einen künftigen Nachtstrom Preisvergleich ist relevant, dass Lieferanten verpflichtet werden sollen, mindestens einen Tarif anzubieten, der zur Energieeinsparung oder der "Steuerung des Energieverbrauchs" beiträgt. Daher sollten Verbraucher in nächster Zeit eine dahingehende Entwicklung beobachten, um möglichst bald einen Nachtstrom Preisvergleich vornehmen zu können.
Fraglich allerdings, ob sich das noch lohnt. Denn wie die Bundesregierung in der Energieeinsparverordnung (EnEV) festlegte, sollen viele bisherige Nutzer von Elektroheizungen, von denen viele Nachtstrom beziehen, bis 2020 umgerüstet haben. Laut eines Gutachtens, das von der Bundesnetzagentur in Auftrag gegeben wurde, bedeute die kontinuierliche Abschaffung von Nachtspeicherheizungen das Aus für diese Form des Heizstroms. Fraglich, ob dann ein Nachtstrom Preisvergleich nicht sowieso unnötig wird. Dem Geldbeutel und auch der Umwelt zuliebe sollte man sich ohnehin möglichst frühzeitig über alternative Heizformen informieren, denn Nachtspeicheröfen sind ohnehin eine der teuersten und uneffizientesten Heizungsarten.
Nachtspeicherheizung austauschen
Ein Austausch der alten Nachtspeicherheizungen macht sich auf lange Zeit bezahlt, schließlich lassen sich mit anderen Heizsystemen die Heizkosten deutlich senken.
NachtspeicherheizungHeizungen im Vergleich
Wer auf eine neue Heizungsart umstellen will, sollte sich genau über die Folgekosten informieren. Unser Heizung Vergleich stellt verschiedene Heizsysteme vor.
Heizungen im VergleichStrompreise vergleichen
Einfach Postleitzahl und jährlichen Stromverbrauch in kWh eingeben und günstige Stromtarife finden!