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Nachtspeicherheizungen: Förderung für den Austausch

Nachtspeicherheizungen sind elektrisch betriebene Heizungen, die in der Nacht durch Strom "aufgeladen" werden und dadurch tagsüber ihre Wärme abgeben. Wegen hoher Strompreise lassen sich diese aber nicht mehr so günstig betreiben wie einst. Doch immerhin gibt es für den Austausch alter Nachtspeicherheizungen Förderung vom Staat.

Günstiger Strom für Haushalt und Heizung

Vor vielen Jahren konnten Nachtspeicherheizungen dank günstiger Nachtstrom-Tarife noch kostengünstig betrieben werden. In den 70er Jahren wurden diese sogar noch gefördert. Die Förderung sollte damals ihren Teil dazu beitragen, dass die Kraftwerke gleichmäßiger ausgelastet werden, da die Haushalte sowie die Industrie in der Nacht viel weniger Strom verbrauchten als am Tage. Vor allem Großkraftwerke, z.B. Atomkraftwerke, können jedoch nicht am Abend mal eben heruntergefahren werden, also wurden mit Nachtspeicherheizungen neue Stromverbraucher für die Nacht geschaffen.

Nachtspeicherheizungen lohnen sich heute nicht mehr

Da jedoch die Preise für Nachtstrom in den letzten Jahren sehr gestiegen sind, ist eine Nachtspeicherheizung heute nicht mehr so günstig zu betreiben. Zu den ohnehin steigenden Strompreisen in den letzten Jahren kommt hinzu, dass seit Ende 2006 Strom im Niedertarif genauso besteuert wird wie der übrige Strom und sich somit der Kostenvorteil mehr und mehr relativiert - bis dato wurde der Nachtstrom geringer besteuert. Auch ein Stromanbieterwechsel kommt für Nachtstromkunden oft nicht in Frage, da diese Tarife – wenn überhaupt – nur vom Grundversorger angeboten werden.

Heizkosten Hohe Strompreise machen den Betrieb von Nachtspeicherheizungen teuer (Foto / Abb.: Fotolia.de / Gourmeca)

Ein weiterer Nachteil: Die Nachtspeicherheizung ist sehr unflexibel, was sich vor allem bei wechselnden Temperaturen im Frühjahr und im Herbst bemerkbar macht. Wird beispielsweise der Raum durch Sonneneinstrahlung gut aufgeheizt, könnte man die Heizung eigentlich herunter drehen. Doch da die Nachtspeicherheizung bereits in der kalten Nacht zuvor aufgeladen wurde, geht hier unnötig Energie verloren.

Nachtspeicherheizungen sollen aus den Häusern verschwinden

Die Energieeinsparverordnung verbietet ab 2020 Nachtspeicherheizungen in Wohngebäuden mit mindestens sechs Wohneinheiten, jedoch nur wenn das Gebäude nur mit einem solchen System, welches im Gebäude bis Ende 1989 installiert wurde, geheizt wird. Wurde eine Nachtspeicherheizung 1990 oder sogar später installiert oder auch erneuert, dürfe man sie erst nach 30 Jahren – gezählt ab Installation oder Erneuerung - nicht mehr betreiben.

Jedoch erlaubt diese Regelung auch zahlreiche Ausnahmen. Wer beispielsweise als Eigentümer eines Gebäudes denn Bauantrag 1995 oder auch später gestellt habe, müsse dieser Pflicht nicht nachkommen. Zudem müssen Besitzer von Einfamilienhäusern keine Angst vor den hohen Kosten eines Austausches haben, da sie von dieser Verordnung nicht betroffen sind. Jedoch ist Besitzern einer Nachtspeicherheizung ohnehin zu raten, über eine Heizalternative nachdenken, denn die Kosten für den Einbau können sich dank eingesparten Heizkosten schnell wieder bezahlt machen. Infos zum Austausch einer Nachtspeicherheizung gibt auch das folgende Video.

Förderung für Austausch der Nachtspeicherheizung

Während in den 70er Jahren noch der Einbau einer Nachtspeicherheizung gefördert wurde, so gibt es heute eine Förderung für den Austausch der Nachtspeicherheizung. So bietet etwa die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) unter bestimmten Voraussetzungen eine Förderung für den Abbau der alten Stromheizung. Diese kann in Form eines Zuschusses oder eines Kredits gewährt werden. Hat man sich für eine bestimmte Heizalternative entschieden, etwa für eine Wärmepumpe, kann man sich nach speziellen Förderprogrammen dafür erkundigen. Informationen dazu bietet das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle. Auch einige Energieversorger helfen mit einem Zuschuss beim Heizungstausch.

Günstig heizen mit Wärmepumpen

Wer auf der Suche nach einer neuen und vor allem umweltfreundlichen Heizungsanlage ist, für den könnten Wärmepumpen eine echte Heizalternative darstellen. Hinzu kommt, dass einige Stromanbieter günstigen Wärmepumpenstrom anbieten.

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