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Kleinwindkraftanlagen: Windkraft für den Vorgarten

Immer mehr Menschen bevorzugen es, ihren Strom selber zu produzieren und sich so von den Konzernen unabhängig zu machen. Eine Möglichkeit ist der private Einsatz von Kleinwindkraftanlagen. Kleinwindkraftanlagen wandeln die Windenergie in elektrische Energie um, wie auch ihre großen "Brüder" in den Windparks.

Kleinwindkraftanlagen gibt es in vielen verschiedenen Größen und Leistungsstärken. Entsprechend sind auch die Kosten sehr unterschiedlich. Zertifizierte Anlagen gibt es noch kaum, auch die Anzahl der Kleinwindkraftanlagen in Deutschland kann nur geschätzt werden. Wind ist eine unbeständige Energiequelle, was es nötig macht, den Strom zu speichern, um eine konstante Versorgung zu garantieren. Bei der Entscheidung für eine solche Anlage sollte man bedenken, dass die mögliche Leistung nicht unbedingt auch konstant erreicht wird.

Bei der Installation von Kleinwindkraftanlagen gibt es viel zu bedenken

Bei der Installation einer Kleinwindkraftanlage sollte man berücksichtigen, dass störende Geräusche und Vibrationen entstehen können. Man sollte sich auch erkundigen, ob eine Genehmigung erforderlich ist, denn dies unterscheidet sich je nach Bundesland. Zum Teil sind Anlagen bis zu einer bestimmten Höhe genehmigungsfrei, man sollte sich aber in jedem Fall genau erkundigen und sich mit Nachbarn und Baubehörden abstimmen. Auch Vorgaben des Umweltrechts und zur Lärmemmission müssen eingehalten werden. Die Einspeisevergütung ist deutlich niedriger als etwa bei Strom aus Photovoltaik. Aus all diesen Gründen sollte man in jedem Fall genau prüfen, ob eine Investition in Kleinwindkraftanlagen im konkreten Fall sinnvoll ist.

Windrad (Foto / Abb.: Hans Ott / Fotolia.com)

Kleinwindkraftanlagen erzeugen Strom an abgelegenen Orten

Kleinwindkraftanlagen sind vor allem dann eine Lösung, wenn an entlegenen Orten eine Stromversorgung ermöglicht werden soll. Man findet Kleinwindkraftanlagen beispielsweise weit ab von der nächsten Stromleitung auf Farmen in Australien, Nord- und Südamerika, wo sie auch als Wasserpumpen dienen. Dort sind sie eine Alternative zu Generatoren, die Benzin oder Diesel benötigen. Ein anderer Einsatzort sind Plätze, an denen Stromleitungen schlecht verlegt werden können, wie auf Bergen oder auf Booten. Besonders kleine und praktische Kleinwindkraftanlagen gibt es bei Nomaden, die diese per Pferd mitnehmen, wenn sie von Lagerplatz zu Lagerplatz ziehen.

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