Konzessionsabgabe bei Wasser, Strom und Gas

Die Konzessionsabgabe fließt in jede Strom-, Gas- und Wasserrechnung mit ein und ist eines der Gelder, die an die Landkreise beziehungsweise Gemeinden fließt. Die Höhe unterscheidet sich aber bei Strom, Gas oder Wasser.

Die Konzessionsabgabe ist ein Entgelt, welches Energie- und Wasserversorgungsunternehmen an Landkreise beziehungsweise Gemeinden entrichten. Im Gegenzug dürfen die Unternehmen öffentliche Verkehrswege und Plätze für das Verlegen und das Betreiben von Leitungen nutzen. Konzessionsverträge sind demnach nichts anderes als Wegnutzungsverträge und werden für Strom, Gas und Wasser geschlossen. Ein Landkreis oder eine Gemeinde schließt dabei mit einem Energie- beziehungsweise Wasserversorger - dem sogenannten Konzessionär - einen Konzessionsvertrag ab, dessen Laufzeit auf maximal 20 Jahre beschränkt ist.

Die Berechnung der Konzessionsabgabe

Die Konzessionsabgabe basiert auf der Konzessionsabgabenverordnung für Strom und Gas (KAV). Pro gelieferte Kilowattstunde wird auf Basis der KAV ein Centbetrag verbindlich festgelegt, der als Maximalbetrag nicht überschritten werden darf. Für die Höhe dieses Betrags ist die Einwohnerzahl eines Landkreises beziehungsweise einer Gemeinden ausschlaggebend.

Bei der Verwendung des Wasserleitungsnetzes ergibt sich die Höhe der Konzessionsabgabe aus dem prozentualen Anteil der Versorgungsleistungen und wird auf alle Verbraucher im Gemeindegebiet umgelegt. Im Prinzip bestehen die Berechnungsgrundlagen für das Nutzen des Wasserleitungsnetzes - die Anordnung über die Zulässigkeit von Konzessionsabgaben der Unternehmen und Betriebe zur Versorgung mit Elektrizität, Gas und Wasser an Gemeinden und Gemeindeverbände (KAEAnO) - seit 1941 unverändert fort. Die Konzessionsabgabe ist jedoch immer weiter gestiegen, da sich die Kosten für die Wasser-, Strom- und Gasversorgung immer weiter gestiegen sind.

Auswirkung der Konzessionsabgabe auf Versorgungspreise

Neben der Gewerbesteuer ist die Konzessionsabgabe die verlässlichste Einnahmequelle der Landkreise und Gemeinden. Doch diesen Einnahmen der Gemeinden stehen die Ausgaben der Energie- und Wasserversorger gegenüber. Das wirkt sich auf die Preise für Strom, Gas und Wasser, die der Endverbraucher bezahlen muss, aus.

Der Anteil der Konzessionsabgabe an den Stromkosten macht im Durchschnitt sechs Prozent aus, während beim Gaspreis die Konzessionsabgabe mit einem halben Prozent zu Buche schlägt. Die Konzessionsabgabe für Wasser beträgt - in Abhängigkeit von der Einwohnerzahl der Gemeinde - etwa zehn bis zwanzig Prozent des Wasserpreises.

Verwandte Themen
  • Ökostrom

    Photovoltaik-Hybridsysteme

    Photovoltaik-Hybridsysteme tanken nicht nur Sonne

    Photovoltaik-Hybridsysteme nutzen neben der Solarenergie noch eine weitere Quelle für die Stromerzeugung. Scheint einmal nicht genug Sonne, wird mithilfe der zweiten Energiequelle trotzdem ausreichend Strom produziert.

  • Glühbirne

    Ersatzversorgung

    Energielieferung ist mit Ersatzversorgung garantiert

    Die Ersatzversorgung dient als Notfallabsicherung und wird vom Grundversorger übernommen. Wie kann es überhaupt dazu kommen, dass so eine Ersatzmaßnahme notwendig wird? Wie sollten sich betroffene Stromkunden verhalten?

  • Hochspannungsleitungen

    Ultranet

    Mit Ultranet regenerativen Strom von A nach B transportieren

    Ultranet heißt eine der neuen Stromleitungen, mit der Energie leichter quer durch Deutschland transportiert werden soll. Wo entlang verläuft die neue Stromtrasse? Und was ist das besondere an dem Projekt der beiden Netzbetreiber Ampiron und TransnetBW?

Ratgeber zum Thema
  • Datum und Uhrzeit

    Merkhilfen und Tipps zur Zeitumstellung

    Die Zeitumstellung findet einmal im Frühling und einmal im Herbst statt. Viele Verbraucher und sogar Experten halten die Umstellung für unsinnig. Was hat es eigentlich mit dem Zeigerdreh auf sich, was bringt es und was sollte man als Verbraucher beachten?

    weiter
  • Glühbirne

    Stromanbieterwechsel ohne Fallen: 5 typische Hürden

    Immer wieder einmal hört man von Fallen beim Wechsel zu einem neuen Stromanbieter. Vor einmaligen Boni, plötzlichen Preiserhöhungen und ähnlichem wird in diesem Zusammenhang gewarnt. Was ist dran an der Kritik und wie kann man sich als Verbraucher schützen?

    weiter
  • Stephan Bieringa Verivox

    Verivox im Interview: Worauf kommt es beim Stromanbieter-Wechsel an?

    Einige Verbraucher in Deutschland scheuen sich immer noch davor, den Stromanbieter zu wechseln. Hintergrund sind oftmals Unsicherheiten, worauf es beim Wechsel ankommt und woran man ein seriöses Angebot erkennen kann. Wir haben deshalb bei dem Verbraucherportal Verivox einmal nachgefragt.

    weiter