Die Suche nach Erdöl findet weltweit statt

Erdöl gehört zu den fossilen Brennstoffen und ist damit eine Energiequelle, die immer rarer wird. Das schwarze Gold kommt an Land und im Meer vor. Große Wirtschaftsfirmen haben ihr Fundament auf der Erdölförderung aufgebaut.

Erdöl ist ein dickflüssiges Gemisch aus etwa 500 verschiedenen Kohlenwasserstoffen. Die Farbe ist wasserklar bis fast schwarz, stets grün fluoreszierend. Erdöl ist hauptsächlich aus tierischen Substanzen der Vorzeit entstanden und besteht zu 80,4 bis 87 Prozent aus Kohlenwasserstoff, zu 9,6 bis 13,8 Prozent aus Wasserstoff, zu 0 bis 3 Prozent aus Sauerstoff, zu 0 bis 5 Prozent aus Schwefel und zu 0 bis 2 Prozent aus Stickstoff. Die chemische Zusammensetzung schwankt je nach Fundort.

Erdölfördermengen weltweit

Das Land mit der größten Erdölförderungsmenge der Welt ist Saudi Arabien mit einer jährlichen Förderung von 523 Millionen Tonnen (Stand 2013). Es folgt Russland mit 522 Millionen Tonnen, die USA mit 485 Millionen Tonnen, China mit 208 Millionen Tonnen, Kanada mit 192 Millionen Tonnen und der Iran mit 177 Millionen Tonnen. In Deutschland kommt Erdöl in Niedersachsen (Emsland) und in Schleswig-Holstein vor, jedoch weist die Bundesrepublik eine mit 2,6 Millionen Tonnen eine vergleichsweise geringe Fördermenge auf.

Onshore- und Offshore-Förderung

Erdölvorkommen werden mit Hilfe der Reflexionsseismik festgestellt; eine Technik, die ähnlich dem Echolot funktioniert. Dann folgt eine Aufschlussbohrung - ist diese erfolgreich, werden auf dem Ölfeld weitere Bohrungen durchgeführt. Die tiefste Bohrung der Welt (12.262 Meter Tiefe) befindet sich vor der Nordostküste von Sachalin (Russland).

Hinsichtlich der Förderungsmethoden unterscheidet man zwischen der Onshore-Förderung - hier ist die Förderung von Erdöl auf dem Festland sowie in Binnengewässern gemeint - und der Offshore-Föderung, die von Bohrinseln aus im Tiefseewasser erfolgt.

Über Pipelines bis in die Raffinerien

Nach der Förderung wird das Rohöl separiert. Über Pipelines wird es zu Verladestellen - sofern es für den Export bestimmt ist - oder zu Raffinerien - wenn es dem nationalen Verbrauch dient - gepumpt.

An der Verladestelle angekommen, wird das Rohöl in Lagertanks gesammelt. Von dort wird es in die sogenannte Tankfarm gepumpt, wobei das Öl verschiedener Felder gemischt wird, um die Qualität gleich zu halten. Dann kann es in ein Tankschiff gepumpt werden. In Erdölhäfen wird das Rohöl entladen und in Pipelines zu den Raffinerien gepumpt. Einige der größten Raffinerien in Deutschland sind im in Köln, in Gelsenkirchen (Frankfurt/Main), in Karlsruhe und in Ingolstadt ansässig. In der Raffinerie angekommen, wird das Rohöl destilliert, wobei es nach Siedebereichen in Raffineriegase, Flüssiggase, Benzin, Gasöle, Schweröle, Bitumen etc. zerlegt wird. Durch weitere Destillationen, Reinigungen und chemische Veränderungen werden aus diesen Substanzen Endprodukte wie etwa Kfz-Benzin, Flugbenzin, Schmieröl, Heizöl usw. hergestellt.

Fracking: Eine umstrittene Fördermethode

Weil das Erdöl immer knapper wird, besteht auch eine stetige Suche nach neuen Quellen für das sogenannte schwarze Gold. Dazu gehören neue Fördergebiete und Fördermethoden. Ein Beispiel für eine weitere Methode wäre das umstrittene Hydraulic Frackturing, kurz "Fracking", bei der unter hohem Druck Gemische aus Chemikalien in tiefer gelegene Gesteinsschichten gepresst werden, um so an das Erdöl/ Erdgas heranzukommen. Bezüglich neuer Vorkommnisse haben bereits einige Produzenten beispielsweise ein Auge auf Alaska geworfen.

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