CO2 und der Zusammenhang mit dem Weltklima

Kohlenstoffdioxid, auch als CO2 bekannt, ist in aller Munde. Der Hauptgrund dafür ist wohl die klimaschädigende Wirkung des Gases. Doch was genau macht CO2 so schädlich, wo es doch in großen Mengen ohnehin in der Natur vorkommt?

CO2 ist ein natürlich vorkommendes Treibhausgas. In der Natur entsteht es, wenn sich Sauerstoff und Kohlenstoff verbinden. Dies geschieht beispielsweise bei jedem Atemzug des Menschen. Wir atmen Sauerstoff ein, welcher im Körper zu CO2 umgewandelt wird. CO2 wird ebenfalls frei, wenn Vulkane ausbrechen oder Wälder abbrennen.

Problematisch ist die nicht natürliche Freisetzung von weiterem CO2, sondern die zusätzliche, vom Menschen verursachte, beispielsweise durch die Industrie und über Verbrennungsmechanismen. CO2 steigt in die Atmosphäre auf und verhindert, dass Sonnenstrahlen wieder entweichen können. So verstärkt sich der natürliche Treibhauseffekt zu einem ungesunden Maße, was zu einem weltweiten Temperaturanstieg führt.

CO2 – der Sündenbock für alle Fälle?

Das CO2 soll an der Klimaerwärmung schuld sein – so die allgemeine Meinung. Das stimmt jedoch nur bedingt. CO2 ist nur eines von vielen Treibhausgasen und wird oft stellvertretend für alle anderen genutzt. Das mag unter anderem daran liegen, dass man andere Treibhausgase äquivalent zu CO2 umrechnet. So ist Methan beispielsweise 21-mal schädlicher als CO2. Dieses wird ebenfalls durch den Menschen in großen Mengen freigesetzt: Bei der Ölförderung, der Viehwirtschaft, auf Mülldeponien und sogar beim Ackerbau. So hat sich der Methananteil in der Atmosphäre seit Beginn der Industrialisierung nahezu verdoppelt.

Auch Lachgas wirkt rund 310-mal stärker als CO2 und die mittlerweile großflächig verbotenen Fluor-Chlor-Kohlenwasserstoffe können bis zu 12.000-mal stärker sein. Fakt ist: Der natürliche Treibhauseffekt verstärkt sich durch die menschgemachten Treibhausgase.

Stagnierende Temperaturen bei steigendem CO2-Gehalt

Schaut man sich den geschichtlichen Verlauf der Temperatur- und CO2-Kurve an, wird man feststellen, dass diese aneinander gekoppelt sind. Eine hohe CO2-Konzentration in der Luft bedeutete bisher immer höhere Temperaturen. Daher die Annahme, dass CO2 für den derzeit stattfindenden Klimawandel zumindest zum Teil verantwortlich ist. In den letzten Jahrzehnten ist der CO2-Anteil in der Atmosphäre alarmierend hoch gestiegen. Demzufolge müssten auch die Temperaturen rasant ansteigen. Tatsächlich steigen sie auch stärker an, jedoch nicht so stark, wie es der CO2-Gehalt in der Luft erwarten lassen würde. Die Temperaturen scheinen auf dem derzeitigen Stand zu stagnieren. Forscher machen dafür unter anderem den Sonnenwinkel verantwortlich, welcher über Jahrtausende hinweg schwankt.

Was tun gegen zu viel CO2?

An der Klimaschädlichkeit von CO2 scheiden sich die Gemüter. Fakt scheint jedoch, dass die CO2-Konzentration in engem Zusammenhang mit unserem Weltklima steht. Und dieses ist ein wertvolles Gut: Steigen die Temperaturen, verändert sich das weltweite Wetter. Vermehrte Stürme, längere Trockenzeiten und andere lebenserschwerende Szenarien drohen.

Dass man etwas gegen den erhöhten CO2-Ausstoß unternehmen sollte, haben viele Regierungen erkannt. So versucht man in vielen Staaten, den CO2-Ausstoß zu verringern. Den eigenen CO2-Ausstoß kann man über zahlreiche Maßnahmen regulieren: Weniger Strom verbrauchen, auf einen Ökostrom-Tarif umstellen, effizienter heizen, weniger Auto fahren und lieber das Rad oder die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen. Auch kann man CO2 einsparen, indem man seine Konsumgewohnheiten umstellt: So fällt für heimische Waren weniger CO2 an und auch ein zurückhaltender Fleischkonsum hilft, den Ausstoß an Treibhausgasen zu verringern.