Aufgrund gestiegener Energiekosten lohnt es sich heute mehr denn je, eine alte Heizung durch eine neue, energieeffiziente Anlage auszutauschen. Damit lässt sich langfristig nicht nur Geld sparen, sondern auch die Umwelt entlasten. Doch mit einigen einfachen Maßnahmen oder kleineren Investitionen an der Heizung können Sie schon einiges Energie sparen.
Wenn die Heizung "gluckert": Heizkörper entlüften
Wenn der Heizkörper gluckst und blubbert oder nicht richtig warm wird, dann ist meist Luft im Wasserkreislaufsystem die Ursache. Das kostet unnötig Energie. Um die eingeschlossene Luft im Heizkörper selbst zu entfernen, benötigt man einen speziellen Vierkantschlüssel fürs Ablassventil (diesen gibt es im Baumarkt oder im Fachhandel) und einen Auffangbehälter für austretendes Wasser.
Zunächst muss das Heizkörperventil ganz aufgedreht oder das Thermostatventil auf die höchste Stufe gestellt werden.Danach drehen Sie das Ventil, das am oberen Teil des Heizkörpers liegt, langsam entgegen dem Uhrzeigersinn auf und halten ein Gefäß darunter. Das Ventil geöffnet halten, solange die Luft mit einem leisen Zischen entweicht. Wenn ein gleichmäßiger Wasserstrahl austritt, kann das Ventil wieder geschlossen werden.
So lässt isch bei der Heizung sparen: Heizkörper entlüften und Termostatventile erneuern
(Foto / Abb.: Teamarbeit / Fotolia.com)
Will man in seinem Eigenheim alle Heizungkörper der Anlage entlüften, sollte man zunächst die Umwälzpumpe an der Heizung im Keller ausstellen, den Entlüftungsvorgang an den tiefsten Heizkörpern beginnen und sich zu den am höchsten liegenden Heizkörpern vorarbeiten. Nach dem erfolgreichen Entlüften sollte der Wasserstand der Heizung überprüft und gegebenenfalls wieder aufgefüllt werden.
Thermostatventile instand setzen oder erneuern
Auch ein verkalkter Thermostatventilstift kann die Ursache dafür sein, wenn die Heizleistung nachlässt. Um hier Abhilfe zu schaffen, dreht man das Thermostatventil zuerst ganz auf und entfernt den Kopf dann komplett, indem man die Überwurfmutter aufdreht oder den Bajonettverschluss öffnet.
Danach ist der Ventilstift sichtbar, den man durch leichtes Drehen, Drücken und Ziehen von Hand oder durch vorsichtige Drehbewegungen mit einer Zange wieder gangbar machen kann. Auch vorsichtiges Klopfen mit einem Schraubenzieher-Griff ist manchmal hilfreich. Auf keinen Fall aber den Stift ganz herausgeziehen oder mit Gewalt gangbar machen. Lassen Sie im Zweifelsfall lieber einen Fachmann ran!
Sind die Thermostatventile an den Heizkörpern älter als 15 Jahre, kann auch ein Austausch lohnen, denn moderne Thermostatköpfe sind technisch ausgereifter und reagieren sensibler, beispielsweise auf Sonneneinstrahlung und andere externe Wärmeeinflüsse.
Laufen Heizungs- und Warmwasserrohre durch kalte Räume - zum Beispiel im Keller - verlieren sie einen Teil der zuvor erzeugten Wärme. Eine Dämmung der sorgt dafür, dass wie Wärme möglichst verlustfrei die Heizkörper erreicht. Ein Meter Dämmmaterial für die Rohre ist im Baumarkt für 5 bis 8 Euro erhältlich, damit machen sich die Kosten schnell bezahlt.
Wenn auch nicht mit der Wollmütze: Mit einer guten Dämmung lassen sich Heizkosten sparen
(Foto / Abb.: Evelyn Kobben / Fotolia.com)
Viel Heizenergie geht auch über Außenwände oder ungenutzte Dachgeschosse verloren. Sind der Dachboden oder der Keller weder ausgebaut noch beheizt, sollten die oberste Geschossdecke und die Kellerdecke auf jeden Fall gedämmt werden. Überlassen Sie diese Arbeit aber Profis oder informieren Sie sich vorher gut.
Ist ihr Heizkessel älter als 10 Jahre, sollten Sie sich über eine Modernisierung informieren. Mit moderner Technik können Sie zumeist etwa 30 Prozent der Kosten sparen.
Gerade bei Altbauten lohnt sich oft eine umfassende Heizungsmodernisierung. Eine Alternative zu Öl und Gas sind beispielsweise Solarkollektoren oder Wärmepumpen. Solaranlagen werden oft mit moderner Brennwerttechnik (Öl-, Gas- oder Pellet-Heizung) kombiniert. Im Sommer, wenn die Sonnenenergie zur Warmwasseraufbereitung ausreicht, bleibt der Brenner aus, erst im Winter wird er zugeschaltet.
Wärmepumpen nutzen Erd- und Grundwasserwärme, um diese an die Heizung abzugeben. Luftwärmepumpen sind einfacher nachrüstbar, eignen sich jedoch nur für den Betrieb von Fußbodenheizungen. Viele Stromversorger bieten zudem günstigen Wärmepumpenstrom an. Lassen Sie sich am besten von einem Fachmann beraten, denn auch wenn die alte Heizung noch in Takt ist, kann sich ein Austausch lohnen.
Stromspar-Tipps
Nicht nur an der Heizung lässt sich Energie sparen, auch im Haushalt lauern oft einige versteckte Stromfresser. Lesen Sie hier viele wertvolle Tipps zum Strom sparen.
Heizkosten senken
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