Während die Gaspreise in den vergangenen Jahren ständig gestiegen sind, konnten sich einige Gaskunden in den vergangenen Monaten auch über Preissenkungen freuen. Doch nicht alle Gasanbieter geben die gesunkenen Kosten an ihre Kunden weiter. Daher lohnt sich auf jeden Fall ein Gasvergleich, denn die Preisunterschiede zwischen den Anbietern werden immer größer.
Vor allem bei steigenden Gaspreisen können Sie zumindest die Preiserhöhung abfedern, indem Sie ihren Gasanbieter wechseln. Auch bei sinken Gaspreisen sollten Sie überprüfen, ob nicht ein anderer Anbieter noch günstiger liefern kann. Auch wenn der Wettbewerb noch nicht so fortgeschritten ist wie auf dem Strommarkt, so findet man doch schon Gasversorger, die zu günstigeren Konditionen liefern können.
Der Gasrechner
Der Gasanbieterwechsel
Der Gasanbieterwechsel ist ganz einfach, doch sollten Sie natürlich einige Dinge beachten und einige Informationen - etwa Ihren jährlichen Gasverbrauch - zur Hand haben. Worauf Sie achten müssen, erklären wir Ihnen auf dieser Seite.
Wechseln, ganz einfach
E WIE EINFACH startete im Februar 2007 als erster bundesweiter Strom- und Gasanbieter. Das Konzept ist einfach: der "MeinCentTarif" ist immer günstiger als der Allgemeine Preis des Grundversorgers. Bei Strom einen Cent pro Kilowattstunde und bei Gas zwei Cent pro Kubikmeter.
Nachrichten vom Gasmarkt
Bayerngas verkaufte so viel Gas wie noch nie
Bayerngas hat noch nie einen so hohen Gasabsatz gehabt wie in 2009. Der Gasanbieter hat nun erstmalig die 70-Milliarden-kWh-Grenze überschritten. Außerdem ist der Gasversorger mittlerweile mehrfach in Deutschland und in Europa vertreten.
Stuttgart erwartet höhere Gaspreise
Für Gas müssen Kunden in Baden-Württemberg künftig voraussichtlich mehr bezahlen als bislang. Einen "überschaubaren" Anstieg der Gaspreise erwartet nach eigenen Angaben jedenfalls Wirtschaftsminister Ernst Pfister, der im gleichen Zuge zu Tarifwechseln riet.
Sauber Gas will sich als umweltfreundlicher Gasanbieter positionieren
Sechs Regio-Carrier aus NRW und Hessen haben einen bundesweit agierenden Versorger gegründet, der mit seinen Tarifen auch ökologisch orientierte Kunden ansprechen will. Ein Tarif hat einen garantierten Ökogasanteil von fünf Prozent.
BGH: Fünf Gastarif-Klauseln ungültig
Ein weiteres Mal hat der Bundesgerichtshof die Rechtsposition von Gaskunden deutlich verbessert. Der BGH entschied am Mittwoch in Karlsruhe, dass der brandenburgische Gasversorger Erdgas Mark Brandenburg (EMB) fünf Klauseln in seinen Allgemeinen Geschäftsbedingungen nicht mehr verwenden darf. Diese benachteiligten Kunden unangemessen.
BGH: Gaspreiserhöhung der Essener Stadtwerke nicht rechtmäßig
Der Bundesgerichtshof hat erneut einer Klage von Gaskunden gegen Preiserhöhungen des Gasversorgers Stadtwerke Essen stattgegeben. Mehrere Gaspreiseerhöhungen zwischen 2004 und 2006 wurden für unwirksam erklärt. In der Vorinstanz waren die Essener Gaskunden mit ihrer Klage noch gescheitert
Verbraucherzentrale rät zum Anbieterwechsel
Nach den jüngsten Preissteigerungen bei Strom und Gas ruft die Verbraucherzentrale erneut Haushalte auf, Strompreise und Gastarife zu vergleichen und den Strom- bzw. Gasanbieter zu wechseln.
MITGAS erhöht Gaspreise zum 1. März
Die Mitteldeutsche Gasversorgung GmbH MITGAS erhöht zum 1. März die Erdgaspreise. Während der Grundpreis unverändert bleibe, steige der Arbeitspreis pro Kilowattstunde um 0,73 Cent. Bei einem Verbrauch von 20.000 kWh müssen Gaskunden demnach rund 140 Euro mehr pro Jahr zahlen.
E.ON Hanse verliert erneut Prozess um erhöhte Gaspreise
In einem Rechtsstreit um Gaspreiserhöhungen hat der Gasanbieter E.ON Hanse erneut eine Niederlage gegen die eigenen Kunden einstecken müssen. Aufgrund einer unzulässigen Preisklausel sei die Erhöhung der Gaspreise in 2004 und 2005 nicht rechtens gewesen, urteilte das Amtsgericht.
Glücksgas: Ein Gasvertrag mit dem Schornsteinfeger
Nach "Kuschelgas" gibt es nun auch "Glücksgas": Zwei Münchner Schornsteinfeger verfolgen eine neue Geschäftsidee, die ihnen über das Auslaufen des Kaminkehrermonopols helfen soll. Verträge mit dem Gasanbieter können nämlich jetzt auch über den Schornsteinfeger abgeschlossen werden.
Ukraine kann Russlands Gasrechnung nicht bezahlen
Die Ukraine kann die Rechnung für das im Dezember gelieferte russische Erdgas nicht bezahlen. Präsident Viktor Juschtschenko forderte daher die Zentralbank seines Landes in einem am Mittwoch veröffentlichten Brief auf, dem staatlichen ukrainischen Gaskonzern Naftogaz zu helfen.
Die Gaspreise steigen in Deutschland sind gerade in den Jahren 2005 bis 2008 stark angestiegen und haben ein regelrechtes Loch in den Geldbeutel der Verbraucher gefressen. Der Grund hierfür ist in erster Linie die Kopplung der Gaspreise an den Ölpreis, der aufgrund des enormen Wirtschaftswachstums in den asiatischen Ländern bisher unerkannte Höhen erklimmen konnte. Seit Ende 2008 sind die Gaspreise zwar gesunken, da auch der Ölpreis aufgrund der Wirtschaftskrise in den Keller ging. Doch eine dauerhafte Abschwächung der Preise ist in Zukunft nicht zu erwarten, denn der Rohstoff Erdöl wird immer knapper, neue Förderquellen können nur schwer oder gar nicht mehr erschlossen werden.
Doch Verbraucher sind nicht machtlos, wenn es um die Gaspreise geht. So besteht bereits seit dem Jahr 2004 die Möglichkeit, den Gasanbieter zu wechseln. Jeder Kunde kann somit einen Gaspreisvergleich tätigen und zum Anbieter wechseln, der günstiger Gaspreise anbietet als der Grundversorger. Mieter, bei denen der Vermieter den Vertrag mit dem Versorgungsunternehmen geschlossen hat, können zwar nicht selbst den Gasanbieter wechseln, sie sollten aber ihren Vermieter zu einem Gaswechsel bewegen. Schließlich ist der Vermieter verpflichtet, alle zumutbaren Anstrengungen zu unternehmen, um günstige Konditionen bei der Bewirtschaftung des Mietobjekts zu erreichen, wie der Deutsche Mieterbund informiert, und dazu gehören eben auch möglichst günstige Gaspreise.
Ein solcher Gasanbieterwechsel ist entgegen der viel verbreiteten Meinung keine Schwierigkeit, denn die meisten der anfallenden Arbeiten erledigt der neue Anbieter. Auch eine zwischenzeitliche Unterbrechung der Gaslieferung brauchen Kunden nicht zu fürchten. Der Grundversorger ist verpflichtet, Gas zu liefern, wenn es zu einer Verzögerung beim neuen Anbieter kommen sollt. Trotz steigender Gaspreise besteht durch einen Wechsel die Möglichkeit, mehrere Hundert Euro im Jahr zu sparen. Und wenn sich immer mehr Kunden für einen Wechsel von den großen, oft Preis angebenden, Versorgern hin zu kleinen Anbietern entscheiden, hilft dies vielleicht, die Gaspreise durch den Wettbewerb insgesamt etwas zu senken.
Übrigens: Auch mit einem Stromanbieterwechsel können Sie oft kräftig Geld sparen.