Gas-News
NiedersachsenDer norwegische Energiekonzern Statkraft steht vor der Schließung von zwei Gaskraftwerken in Niedersachsen. Der Hintergrund ist, dass es in Niedersachen viele Windkraftwerke gibt und diese so häufig zum Einsatz kommen, dass für die Gaskraftwerke kaum Kapazitäten übrigbleiben.
Hamburg/München (dapd/red) - "Wir prüfen, ob wir die Kraftwerke Landsbergen und Emden erhalten können", sagte der Chef des deutschen Ablegers Statkraft Markets, Jürgen Tzschoppe, der "Financial Times Deutschland" (Mittwochausgabe). Die Chancen stünden aber schlecht, schreibt das Blatt.
Laut Tzschoppe sei die Marktlage momentan sehr schwierig. Grund für die Schließungspläne sei die hohe Windkraftkapazität in der norddeutschen Tiefebene, weshalb die beiden Gaskraftwerke kaum noch zum Einsatz kämen.
Eine Roland-Berger-Untersuchung kommt indes zu dem Schluss, dass vor allem auf dem europäischen Festland die Kapazitäten für Windkraft künftig stagnieren werden. Die zunehmende Konkurrenz aus Asien und die angestrebte Netzparität für Windenergie zwängen die Hersteller zudem, ihre Kosten um 25 bis 40 Prozent zu senken. Deshalb sei auch eine Konsolidierungswelle in der Branche zu erwarten.
Der Newsletter von Strom-Magazin.de
Bekommen Sie kostenlos jeden Mittwoch aktuelle News vom Strom- und Gasmarkt direkt in Ihr Postfach! Jetzt anmelden:
Die deutschen Windkraftanlagen-Hersteller sehen aufgrund der europäischen Ausbaupläne auf See gute Wachstumschancen. Die Zeiten des sprunghaften Wachstums der Windenergie seien allerdings vorüber, schätzt die Strategieberatung Roland Berger die Lage ein.
Der Einzug von Windrädern zur Stromerzeugung auch in die Stadtgebiete ist ein Diskussionspunkt beim 15. Sächsischen Windenergietag am 25. November in Leipzig. Zumindest für Sachsen wird gefordert, rund um die Stadtkerne geeignete Flächen dafür auszuweisen.
Bislang wurden Auswirkungen der Windkraft nur bei Vögeln beachtet. Auch Fledermäuse werden durch die Anlagen jedoch gefährdet. Mithilfe eines neu entwickelten Computerprogramms soll es nun möglich sein, die Anlagen sicherer zu machen und das Sterben der geschützten Tiere zu verhindern.
Der für seine unverblümte Sprache bekannte britische Prinz Philip ist offenbar kein Fan von Windrädern. Der Ehemann von Königin Elizabeth II. sagte bei einem Empfang in London zu einem Vertreter eines Ökostrom-Unternehmens, Windparks an Land seien "völlig nutzlos, vollständig von Fördermitteln abhängig und eine absolute Schande".
Die Sonne scheint, der Wind weht, erneuerbare Energien liegen im Trend. Das Geschäft boomt, und doch geraten die deutschen Hersteller dieser Branche immer tiefer in die Krise. Der stetige Preisdruck, vor allem durch die Konkurrenz aus Fernost, fordert seinen Tribut.Gaspreise vergleichen
Geben Sie einfach Postleitzahl und Gasverbrauch (kWh pro Jahr) ein und wir finden günstige Gastarife für Sie!