Zweitwichtigste Energiequelle

Wind und Biogas in MV weiter auf Vormarsch

Wind, Biomasse und Sonne sind nach der Steinkohle die wichtigste Energiequelle für die Stromerzeugung in Mecklenburg-Vorpommern. Der Anteil der erneuerbaren Energien lag 2006 bei 32 Prozent, wie das Statistische Amt mitteilte, das seien 4,4 Prozent mehr als im Jahr davor.

Gaspreise© Jaap2 / iStockphoto.com

Schwerin (red) - 47 Prozent der insgesamt 7,2 Millionen erzeugten Megawattstunden Strom im Land wurden aus Steinkohle gewonnen. Erneuerbare Energieträger waren mit einem Anteil von 32 Prozent die zweitwichtigste Energiequelle noch vor Erdgas mit 19 Prozent. Die übrigen zwei Prozent basierten auf Abfällen, Heizöl und auf Einspeisungen von Industriebetrieben und sonstigen Anlagen, deren Energieträgerstruktur nicht bekannt ist.

Landesweit wurden insgesamt 2,3 Millionen Megawattstunden Strom aus erneuerbaren Energieträgern gewonnen und in das öffentliche Stromnetz eingespeist. Die Menge würde laut Statistik ausreichen, um etwa 35 Prozent des jährlichen Strombedarfs der Verbraucher in Mecklenburg-Vorpommern zu decken.

Mehr Strom aus erneuerbaren Energien

Das Wachstum der Ökostromerzeugung sei vor allem auf die Inbetriebnahme neuer Biogasanlagen zurückzuführen, deren Anteil an der Stromerzeugung aus Erneuerbaren betrug elf Prozent. Mit einem Anstieg der Versorgungsleistung um 126 Prozent gegenüber 2005 rangiert Biogas inzwischen an dritter Stelle bei der regenerativen Stromerzeugung. An zweiter Stelle der Erneuerbaren steht nach wie vor Biomasse - hauptsächlich Holz und Holzabfälle - mit einem Anteil von 12 Prozent an der regenerativen Stromerzeugung.

Wichtigste Ökostrom-Quelle bleibt weiterhin die Windkraft. Obwohl die Winderträge gegenüber 2005 um vier Prozent auf 1,7 Millionen Megawattstunden zurückgingen, hatte sie mit 74 Prozent den größten Anteil an der regenerativen Stromerzeugung, so das Statistische Amt. Insbesondere zum Jahresende 2006 gingen viele neue leistungsfähige Anlagen in Betrieb, so dass für 2007 ein Anstieg der Erträge erwartet wird.

Deponie- und Klärgas, Fotovoltaik, Wasserkraft und Geothermie waren in Mecklenburg-Vorpommern mit einem Anteil von zusammen 3,5 Prozent auch im vergangenen Jahr noch von vergleichsweise geringer Bedeutung für die öffentliche Stromversorgung. Darunter hat aber besonders die Erzeugung von Solarstrom weiter stark zugelegt.