Zusammenlegung

Weniger Marktgebiete sollen Wettbewerb bei Gas beleben

Mehrere Gasnetz-Betreiber in Deutschland legen ihre Marktgebiete - wie von der Bundesnetzagentur gefordert - zum 1. Oktober zusammen. Dies vereinfache den Großhandel mit Gas und sorge für mehr Wettbewerb, was letztendlich auch den Verbrauchern zu Gute kommen würde.

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Bonn (red) - Mehrere große Gasnetzbetreiber (bayernets, Eni Gastransport Deutschland, E.ON Gastransport, GRTgaz Deutschland und GVS Netz) legen zum 1. Oktober ihre Marktgebiete unter dem Dach eines gemeinsamen erweiterten Marktgebiets "NetConnect Germany" zusammen. Zum selben Zeitpunkt ist von weiteren Gasnetzbetreibern (Dong Energy Pipelines, Gasunie Deutschland, Ontras - VNG Gastransport, StatoilHydro Deutschland und Wingas Transport) eine Verschmelzung ihrer Marktgebiete unter der Bezeichnung "Gaspool" geplant.

Kurth: Reduzierung der Marktgebiete weiter fortsetzen

Die Zahl der Marktgebiete verringert sich somit von derzeit zehn auf sechs, wobei die verbleibenden Unterteilungen zum Teil durch unterschiedliche Gasqualitäten (H-Gas bzw. L-Gas) begründet sei. "Damit ist das Fundament für eine Belebung des Gaswettbewerbs im Interesse der Verbraucher erneut gestärkt worden", sagte Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur und appelliert zugleich, "die weitere Reduzierung der Marktgebiete ohne Zaudern und Blockadehaltungen engagiert fortzusetzen".

Die Reduzierung belebt den Wettbewerb auf den Großhandelsmärkten. Daher hat auch die Monopolkommission in ihrem kürzlich erschienenen Sondergutachten zur Energiewirtschaft darauf hingewiesen, dass eine weitere Zusammenlegung von Marktgebieten unverzichtbar ist.

Nuon fordert nur ein Marktgebiet in Deutschland

Der Energieanbieter Nuon sieht die Zusammenlegung der Marktgebiete als einen wichtigen Schritt für den Wettbewerb und die Verbraucher an. "Eine Vielzahl von Marktgebieten führt zu Komplexitätskosten, die letztlich die rund 20 Millionen Verbraucher zahlen müssen", so Nuon-Chef Thomas Mecke und spricht sich für eine Reduzierung nur noch ein einziges Marktgebiet aus. "Erst dann kann sich eine wirklich liquide Gasbörse bilden, mit der Folge, dass sich der Gasmarkt in Deutschland belebt."