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Weitere Genehmigungen zu Gas- und Stromnetzentgelten

Die Bundesnetzagentur hat weitere Genehmigungen von Netzentgelten für sieben Gas- und 28 Stromanbieter veröffentlicht. Dabei gab es erneut Kürzungen von sechs bis 16 Prozent. Die Behörde geht von einer darauf folgenden Dämpfung der Energiepreiserhöhungen für die Endverbraucher aus.

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Bonn (red) - Die Bundesnetzagentur hat jetzt im Wege der so genannten Organleihe weitere Gasnetzentgelte in Niedersachsen und Thüringen genehmigt. Die jeweiligen Kürzungen des beantragten Kostenblocks stellen sich wie folgt dar:

Niedersachsen
Wasser- und Energieversorgungsgesellschaft mbH, Salzgitter 7 %
Stadtwerke Neustadt am Rübenberge GmbH Co. KG 16 %
Stadtwerke Buchholz GmbH 14 %

Thüringen

Stadtwerke Mühlhausen 10 %
Energieversorgung Rudolstadt GmbH 10 %

Zudem hat die Bundesnetzagentur in eigener Zuständigkeit die Gasnetzentgelte der Stadtwerke Lübeck Netz GmbH und der NEW Netz GmbH, Geilenkirchen, genehmigt. Bei den Stadtwerken Lübeck Netz GmbH betrug die Kürzung des beantragten Kostenvolumens gut 17 Prozent, bei der NEW Netz GmbH wurden rund 14 Prozent des von dem Unternehmen geltend gemachten Kostenblocks nicht anerkannt.

Im Wege der Organleihe hat die Bundesnetzagentur jetzt auch weitere Stromnetzentgeltgenehmigungen in Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein erteilt. Die jeweiligen Kürzungen des beantragten Kostenblocks stellen sich wie folgt dar:

Mecklenburg Vorpommern
Stadtwerke Teterow GmbH 8 %
Niedersachsen
Überlandwerk Leinetal GmbH (Gronau) 14 %
Stadtwerke Böhmetal GmbH 10 %
Stadtwerke Buxtehude GmbH 12 %
Stromversorgung Stadtwerke Garbsen GmbH & Co. 14 %
Stadtwerke Schüttorf GmbH 9 %
Stadtwerke Achim AG 15 %
Stadtwerke Bad Pyrmont Energie & Verkehrs GmbH 12 %
Stadtwerke Bad Harzburg GmbH 12 %
Stadtwerke Lingen GmbH 12 %
Stadtwerke Stade GmbH 15 %
Stadtwerke Winsen (Luhe) GmbH 16 %
Schleswig-Holstein
Stadtwerke Pinneberg GmbH 12 %
Stadtwerke Heide GmbH 12 %
Stadtwerke Eutin GmbH 6 %
Stadtwerke Geesthacht GmbH 11 %
Stadtwerke Neustadt in Holstein 14 %
Stadtwerke Wedel GmbH 5 %
Stadtwerke Elmshorn 11 %
Gemeindewerke Leck GmbH -3 %
Stadtwerke Quickborn GmbH 7 %
Stadtwerke Eckernförde GmbH 11 %
e-werke Reinbek-Wentorf GmbH 6 %
Stadtwerke Niebüll GmbH

12 %

Versorgungsbetriebe Bordesholm GmbH 6 %

Eine Besonderheit weisen die Gemeindewerke Leck auf. Hier war nach dem Ergebnis der Prüfung eine Kostenerhöhung nicht vermeidbar. Die eigenen Kosten des Unternehmens wurden zwar um acht Prozent gekürzt, jedoch stiegen die Kosten des vorgelagerten Netzes in dem Maße, dass die Kostenkürzung überkompensiert wurde.

Ferner hat die Bundesnetzagentur in eigener Zuständigkeit weitere Netzentgelte genehmigt, so mit Wirkung zum 1. Januar 2007 für die Stadtwerke Bielefeld Netz GmbH. Dabei wurde das beantragte Kostenvolumen um rund 13 Prozent gekürzt.

Mit Wirkung zum 18. Dezember 2006 hatte die Bundesnetzagentur die Entgelte der swb Netze GmbH & Co. KG Bremen und der swb Netze GmbH & Co. KG Bremerhaven genehmigt und beiden Netzbetreibern die beantragten Kosten um knapp 14 Prozent gekürzt.

Alle 28 Stromnetzentgeltgenehmigungen gelten bis zum 31. Dezember 2007, die sieben Gasnetzentgeltgenehmigungen bis zum 31. März 2008.

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