E-Parkplatz

Verkehrsprivilegien fürs E-Auto geplant

Der Verkehrsminister will das Elektro-Auto sehr viel häufiger auf deutschen Straßen sehen und feilt deshalb an Gesetzen, die deren Nutzung attraktiver machen. So könnte es Elektroautofahrern bald erlaubt sein, auch die Busspur zu nutzen oder bei den immer knappen Parkplätzen besondere Privilegien zu genießen.

Solarauto© Petair / Fotolia.com

Berlin (AFP/red) - Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) will per Gesetz die Elektromobilität in Deutschland fördern. Das Gesetz werde Privilegien für das Elektro-Auto enthalten, "zum Beispiel bei Parkplätzen oder bei der Benutzung von Busspuren", sagte Dobrindt der Rheinischen Post vom Samstag. Reine Kaufprämien werde es allerdings nicht geben. Die neuen Elektroautos seien "technisch ausgereift, voll funktionsfähig, machen Spaß", fügte der Minister hinzu.

Förderung mit günstigen Krediten

SPD-Fraktionsvize Sören Bartol betonte das Engagement der großen Koalition für Elektromobilität. "Wir wollen, dass die Kreditanstalt für Wiederaufbau den Kauf von Elektrofahrzeugen mit zinsgünstigen Krediten unterstützt", erklärte Bartol am Samstag. Der Bund müsse mit gutem Beispiel vorangehen und seinen Fuhrpark zügig umrüsten.

Eine Million E-Autos bis 2020

Der verkehrspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Ulrich Lange, erklärte am Samstag: "Wir brauchen einen kräftigen Schub, um mehr Elektroautos auf die Straße zu bringen." Dobrindts Vorschlag sei "ein wichtiger Beitrag, das Ziel von einer Million E-Fahrzeugen bis 2020 zu erreichen".

Quelle: AFP