Gaspreisstudie

VEA: Gaspreis-Wettbewerb führt zu sinkenden Preisen

Der aktuelle Gaspreisvergleich der VEA zeigt: Wettbewerb führt zu deutlich günstigeren Gaspreisen. In einigen Gebieten bestehen jedoch noch immer Monopole, sodass Kunden nur wenige Anbieter zur Auswahl haben.

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Hannover (red) - Vom deutschen Gasmarkt kommt eine frohe Botschaft. Der nunmehr halbwegs funktionierende Wettbewerb der Gasanbieter ermöglicht mittelständischen Sondervertragskunden erhebliche Einsparungen. Die durchschnittlichen Gaspreise sanken im vergangenen halben Jahr um rund 15 Prozent. Dieses Ergebnis zeigt die neueste Gaspreisstudie des Bundesverbandes der Energie Abnehmer e. V. (VEA) für 50 Versorgungsgebiete in Deutschland. "An den Ölpreis gekoppelte Gaspreise spielen am Markt kaum noch eine Rolle. Heute werden in den allermeisten Fällen Festpreise vereinbart", erläutert Dr. Volker Stuke, Geschäftsführer des VEA. "Jetzt können endlich alle Kunden Wettbewerbsangebote einholen und zwischen verschiedenen Anbietern wählen."

Nicht überall gleich gute Bedingungen für Kunden

Viele Kunden können heute durch die Liberalisierung des Gasmarktes ihre Ausgaben reduzieren. Unterschiedliche Durchleitungsentgelte, wenn ein Anbieter das Netz eines anderen Betreibers nutzt, führen dabei zu teilweise erheblichen Preisunterschieden. Ein Problem ist, dass in vielen Gebieten noch immer Monopole bestehen und die Auswahl an Anbietern gering ist. Besonders günstige Konditionen erhalten Kunden in den Netzgebieten der VNB Rhein-Main-Neckar in Darmstadt, der swb in Bremen und der Stadtwerke Lübeck. Relativ teuer ist der Gasbezug in den Netzgebieten der Stadtwerke Leipzig, der energis-Netz in Saarbrücken und der BS Energy in Braunschweig.

Ein Gaspreisvergleich kann sich also lohnen: Die Liberalisierung des Gasmarktes führt vielfach zu günstigeren Angeboten.