Gasstreit

Ukraine will Abkommen mit Russland neu verhandeln

Die Ukraine will das erst letzte Woche geschlossene Gas-Abkommen mit Russland nachverhandeln. Im Sommer sollten Gazprom Vorschläge zur Änderung des Abkommens unterbreitet werden, hieß es. Das Abkommen wurde geschlossen, nachdem ein mehrtägiges Lieferstopp für Gasengpässe in Europa gesorgt hatte.

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Kiew (sm) - Das Abkommen sei eine "Kapitulationserklärung" gegenüber Russland, so ein Sprecher des ukrainischen Präsidenten Viktor Juschtschenko. Gazprom-Chef Alexej Miller entgegnete, die Äußerungen seien wohl in einem "ukrainischen Witzblatt" erschienen.

Dem nach einem mehrtägigem Lieferstopp geschlossenen Abkommen zufolge bekommt die Ukraine in diesem Jahr noch einen Preisnachlass von 20 Prozent, ab nächstem Jahr muss das Land dann den europäischen Marktpreis bezahlen. Zugleich kann die Ukraine dann den Durchleitungspreis anheben.