Studie

So viel Energie spart ein effizient saniertes Haus

Energieeffizient sanierte Häuser und Neubauten sind sehr viel sparsamer im Energieverbrauch als das Durchschnittshaus. Wie viel genau gespart wird, hat die dena in einer Studie untersucht. Als Vergleichswert wurde der Durchschnitt aus dem Jahr 2008 herangezogen.

Haussanierung© Kzenon / Fotolia.com

Berlin – Energieeffizient sanierte Wohnhäuser und Neubauten verbrauchen mindestens 60 Prozent weniger Endenergie als ein Durchschnittshaus. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie der Deutschen Energie-Agentur (dena), die ermittelt hat, welche Energieeinsparungen in der Praxis tatsächlich erreichbar sind. Dafür wurden die Energieverbrauchsabrechnungen von 121 effizienten Wohnhäusern und die Eigentümerangaben zu Nutzung und Zustand ihres Hauses analysiert.

Sparpotenzial hängt von vielen Faktoren ab

Die von der dena untersuchten neuen oder sanierten Wohnhäuser, die mit Öl, Gas, Fernwärme oder Holz heizen, verbrauchen rund 60 Prozent weniger Endenergie als der Durchschnitt, strombeheizte sogar 90 Prozent. Die Größenordnung, um wie viel geringer der Energieverbrauch eines neuen oder sanierten Hauses ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab: von der Gebäudedämmung, der Heizungsart, dem Energieträger und dem Nutzerverhalten.

Effiziente Gebäude verbrauchen 50 bis 60 kWh

Als Vergleichswert für die Untersuchung wurde der Energieverbrauch des Wohngebäudedurchschnitts aus dem Jahr 2008 herangezogen. Der jährliche Endenergieverbrauch lag 2008 bei ca. 150 Kilowattstunden pro Quadratmeter Nutzfläche. Die sanierten und neu errichteten Gebäude verbrauchen dagegen nur ca. 50 bis 60 Kilowattstunden pro Quadratmeter Nutzfläche und Jahr, wenn sie mit Gas, Öl oder Pellets beheizt werden oder ca. 20 Kilowattstunden pro Quadratmeter Nutzfläche und Jahr, wenn sie eine elektrische Wärmepumpenheizung haben. In Energieausweisklassen würde das eine Verbesserung von E (bzw. F bis G für unsanierte Häuser) auf A+ bis B bedeuten.

Details zur Studie

Die erhobenen Daten für die Studie stammen größtenteils von Neubauten und Sanierungen, die seit 2006 in üblicher Baupraxis entstanden und daher in der Breite realisierbar sind. Ein Teil geht auf Projekte des dena-Modellvorhabens zurück. Die 121 untersuchten Effizienzhäuser umfassen 50 neue Ein- und Zweifamilienhäuser, 7 neue Mehrfamilienhäuser, 46 energetisch sanierte Ein- und Zweifamilienhäuser und 18 energetisch sanierte Mehrfamilienhäuser. Alle Häuser haben eine gedämmte Gebäudehülle und eine effiziente Anlagentechnik. Die Studie ist eine Vertiefung der dena-Verbrauchsstudie von 2013, die die Verbrauchskennwerte von 63 sanierten Wohnhäusern aus dem dena-Modellvorhaben Effizienzhäuser untersucht hat.

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