Neue Preisrunde

Rund ein Fünftel der deutschen Gasversorger will Preise erhöhen

Über 140 deutsche Gasversorger wollen einem Pressebericht zufolge in den kommenden Wochen ihre Preise deutlich erhöhen. Die Energiewirtschaft nannte die Kopplung des Gaspreises an den Ölpreis als Grund; Verbraucherschützer warfen den örtlichen Versorgern Untätigkeit vor.

Gaspreise© photoGrapHie / Fotolia.com

Hamburg (red) - In den kommenden Wochen wollen laut einem Bericht der "Bild-Zeitung", die sich auf Zahlen des Verbraucherportals Verivox beruft, gut 140 deutsche Gasversorger die Preise anheben. Die Preiserhöhungen sollen zum 1. März beziehungsweise zum 1. April erfolgen und bis zu 14,1 Prozent betragen.

Besonders kräftig fielen die Preissteigerungen beispielsweise bei EnBW Gas aus, die eine Verteuerung von 8,3 Prozent ankündigten, sowie bei RWE Westfalen-Weser-Ems, wo die Preise ebenfalls zum April je nach Region um bis zu 10,1 Prozent steigen sollen. Am härtesten soll es Kunden der Stadtwerke Reichenbach in Sachsen treffen.

Auf Nachfrage machte ein Sprecher des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (Bdew) die Kopplung des Gaspreises an den Ölpreis verantworlich. Da der Ölpreis in den vergangenen Wochen massiv gestiegen sei, sähen sich die Versorger nun gezwungen, ihre Preise ebenfalls anzupassen. Verbraucherschützer kritisierten die angekündigten Preiserhöhungen: Da die Bezugspreise für Gas im Großhandel gesunken seien, sei es nicht nachvollziehbar, den Endkunden haftbar zu machen. Die örtlichen Versorger hätten sich im Vorfeld längst einen günstigeren Lieferanten suchen können, hieß es.