Stellungnahme

Regulierer kürzt beantragte MVV-Gasnetzentgelte um 17 Prozent

Der Mannheimer Energieversorger begrüßte gleichwohl die Arbeit des Regulierers. Allerdings sei eine Verschiebung der Anreizregulierung auf Januar 2009 nicht hinnehmbar, so MVV-Chef Schulten. Erst ein zeitnaher Termin bringe Planungssicherheit.

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Mannheim (red) - Das Mannheimer Energieunternehmen MVV Energie hat sich für eine zeitnahe Einführung der Anreizregulierung in der deutschen Energiewirtschaft und damit gegen die vorgesehene Verschiebung auf den 1. Januar 2009 ausgesprochen. Vorstandsvorsitzender Dr. Rudolf Schulten betonte am Mittwoch in Mannheim, dass die Energieunternehmen rasch eine verbindliche Planungssicherheit für die nächsten Jahre für die anstehenden Herausforderungen des Marktes benötigten.

Gleichzeitig würdigte der MVV-Energie-Chef die bisherige Arbeit der Bundesnetzagentur als einen wirkungsvollen Beitrag für mehr Transparenz und damit für mehr Wettbewerb. Nach Angaben des Unternehmens hat die Bundesnetzagentur in den jetzt erfolgten Bescheiden die von der MVV Energie beantragten Entgelte des örtlichen und des regionalen Gasnetzes um 17 Prozent gekürzt. In einer ersten Stellungnahme betonte der Vorstandsvorsitzende, dass das Unternehmen wie angekündigt seine Gastarife für Privatkunden für den Rest des laufenden Geschäftsjahres bis Ende September 2007 konstant halten könne.