Gas-News
KooperationGreenpeace Energy und Gasunie Deutschland wollen künftig bei Produktion und Einspeisung von Windgas zusammenarbeiten. Durch das gemeinschaftliche Engagement soll die Entwicklung innovativer Speicher- und Transportlösungen für erneuerbare Energien im Gasnetz beschleunigt werden.
Hannover/Hamburg (red) - Ein entsprechender Kooperationsvertrag wurde am Dienstag in Hannover unterschrieben. Ziel der Zusammenarbeit ist der Bau und Betrieb eines Elektrolyseurs durch Greenpeace Energy und die Einspeisung des dort produzierten Wasserstoffs ins Gasnetz der Gasunie. Beide Partner sehen darin einen wichtigen Beitrag für eine zukunftsorientierte Energieversorgung.
In einem Elektrolyseur wird Strom dazu genutzt, Wasser in seine Bestandteile Sauerstoff und Wasserstoff aufzuspalten. Der Prozess gilt als vergleichsweise sauber und umweltverträglich. Anschließend wird der Wasserstoff ins Gasnetz eingespeist, wo er sich mit dem vorhandenen Erdgas vermischt. Schon heute kann das Gasnetz mehrere Prozentanteile Wasserstoff aufnehmen.
Greenpeace Energy und Gasunie planen, die Infrastruktur zur Produktion und Einspeisung des Wasserstoffs 2013 in Norddeutschland in Betrieb zu nehmen. Den dort erzeugten Wasserstoff will Greenpeace Energy als Windgas an seine Gaskunden liefern; Gasunie speist den Wasserstoff in ihr überregionales Erdgastransportnetz ein und sorgt für den Transport. Auch wenn die genaue Leistungsgröße des Elektrolyseurs noch nicht feststeht, dürfte die Anlage der bisherigen Planung zufolge nicht größer werden als eine Doppelgarage.
Gasunie gehört zu den größten Erdgastransportunternehmen in Deutschland und ist verantwortlich für das Management, den Betrieb und den Ausbau des Fernleitungsgasnetzes in Norddeutschland. Wer sich für Ökogas interessiert, kann übrigens auch im Tarifrechner entsprechende Voreinstellungen vornehmen.
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