Gas-News
EinigungRussland und Weißrussland haben höhere Preise für den Transit russischen Gases durch Weißrussland vereinbart. Beide Seiten hätten einen entsprechenden Vertragszusatz unterzeichnet, zitierte die russische Nachrichtenagentur Interfax am Freitag den Chef des weißrussischen Gaskonzerns Beltransgaz, Wladimir Majorow.
Moskau (afp/red) - Der russische Gasriese Gazprom zahlt dem Nachbarland demnach nun 1,88 Dollar (1,52 Euro) pro tausend Kubikmeter Gas und pro 100 Kilometer. Bislang zahlte Gazprom 1,45 Dollar pro tausend Kubikmeter.
Mit der Vertragsunterzeichnung könnte der seit einigen Wochen schwelende Gasstreit zwischen den beiden Ländern nun beendet sein. Weißrussland hatte auf die Zahlung ausstehender Rechnungen für den Transit gedrängt, Russland Geld für Gaslieferungen an das Nachbarland reklamiert. Auf dem Höhepunkt des Konflikts drosselte Russland die Gaslieferungen an Weißrussland, worauf Minsk den Transit in Richtung Westen einschränkte.
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Der angekündigte Transit-Stopp für russisches Gas über Weißrussland nach Europa hat für die Kunden des größten deutschen Gasimporteurs E.ON Ruhrgas nach Angaben eines Sprechers keine Auswirkungen. Die Speicher würden auch im Winter genügend gefüllt sein. Das Unternehmen bezieht rund ein Viertel seines Gases aus Russland.
Der Gasstreit zwischen Russland und Weißrussland behindert nach weißrussischen Angaben bislang nicht die Gaslieferungen nach Westeuropa. Vorstellbar wäre das, denn rund ein Fünftel der russischen Gasexporte nach Westeuropa fließen über weißrussisches Gebiet.
Die Abhängigkeit Deutschlands von russischem Erdgas ist im vergangenen Jahr leicht gesunken. Der Anteil der Gasimporte aus Russland schrumpfte 2009 spürbar von 37 auf 32 Prozent. Gestiegen ist hingegen der Anteil norwegischen Erdgases. Als Hintergrund gilt der Gasstreit mit der Ukraine.
Der russische Ministerpräsident Wladimir Putin hat die EU auf mögliche Probleme bei der Lieferung von Erdgas über das Gebiet der Ukraine hingewiesen. Kiew habe Hinweise darauf gegeben, dass die russische Rechnung womöglich nicht bezahlt werden könne. Erst im letzten Winter ist es dadurch zu Lieferengpässen in Deutschland gekommen.
Erst im Januar hatte ein Streit zwischen Moskau und Kiew zum wochenlangen Stopp der russischen Gaslieferungen in das Transitland Ukraine und damit auch nach Europa geführt. Nun droht im Gasstreit zwischen Russland und der Ukraine nach russischen Angaben eine "neue Krise". Gaspreise vergleichen
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