Gazprom und VNG

Mehr Versorgungssicherheit durch unterirdische Gasspeicher

Der russische Gaskonzern Gazprom und der deutsche Gasimporteur VNG wollen gemeinsam Erdgas-Untergrundgasspeichers errichten und betreiben. In 15 Jahren sollen rund 600 Millionen Kubikmeter unterirdisch gespeichert werden, um so die Versorgungssicherheit für Gaskunden zu verbessern.

Gaspreisvergleich© by-studio / Fotolia.com

Bernburg/Berlin (ddp.djn/red) - Die Verbundnetz Gas AG (VNG) und der russische Gaskonzern Gazprom haben am Dienstag in Berlin ein Gemeinschaftsunternehmen gegründet. Beide Unternehmen wollen 350 Millionen Euro investieren und zehn unterirdische Kavernen ausrüsten und stufenweise in Betrieb nehmen, wie VNG-Vorstandschef Klaus-Ewald Holst ankündigte. Innerhalb von 15 Jahren soll ein Arbeitsgasvolumen von fast 600 Millionen Kubikmeter zur Verfügung stehen.

Standort des Gasspeichers ist eine Steinsalzlagerstätte, der "Bernburger Sattel", in der Magdeburger Börde. Der neue UGS wird den Namen Katharina tragen. Damit werde die russische Zarin Katharina II. gewürdigt, die am 2. Mai 1729 als Sophie Auguste Friederike Prinzessin von Anhalt-Zerbst geboren wurde. Im April 2008 hatten beide Unternehmen in Moskau den Bau einer neuen großen Speicheranlage vereinbart.

Mehr Versorgungssicherheit für Europa

VNG und Gazprom wollen den Angaben zufolge mit dem neuen Speicher die Versorgungssicherheit ihrer europäischen Kunden mit Erdgas erhöhen und dem wachsenden Speicherbedarf Rechnung tragen. Neben den Kavernen werden eine oberirdische Anlage und eine etwa 37 Kilometer lange Pipeline zur Erdgasleitung JAGAL errichtet.

Die Errichtung der Anlage erfolgt stufenweise nach Grad der Inbetriebnahme der Kavernen im Zeitraum von 2009 bis 2016. VNG betreibt in Bernburg, Bad Lauchstädt, Kirchheilingen und Buchholz eigene Untergrundgasspeicher mit einem Gesamtarbeitsgasvolumen von rund 2,5 Milliarden Kubikmetern Erdgas.