Aufschlag

Kraft-Wärme-Kopplung soll stärker gefördert werden

Die Koalitionsfraktionen im Bundestag wollen die Förderung für die Kraft-Wärme-Kopplung nachbessern: Neue Anlagen sollen ab 2013 nicht mit 0,2 Cent pro Kilowattstunde gefördert werden, sondern sogar mit 0,3 Cent, wie der energiepolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Klaus Breil, der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" vom Montag sagte.

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Berlin (afp/red) - Die 0,2 Cent waren der Vorschlag der Regierung. KWK-Anlagen werden je nach Anlagengröße gefördert. Breil sagte der Zeitung, Hausbesitzer, die sich ein Mini-Kraftwerk in den Keller stellen und selbst Strom und Wärme produzieren, könnten sich die Förderung für mehrere Jahre vorab auszahlen lassen. Hiervon erhofft sich die Koalition einen Schub für Klein- und Kleinstanlagen von bis zu zwei Kilowattleistung und damit für den Ausbau einer dezentralen Energieversorgung.

Kraft-Wärme-Kopplung soll 25 Prozent Strom liefern

Die Bundesregierung will den Anteil der Kraft-Wärme-Kopplung an der deutschen Stromerzeugung auf 25 Prozent bis zum Jahr 2020 auszubauen. Über die Novellierung des Gesetzes stimmt der Bundestag am Donnerstag ab. Neben der besseren Förderung von Neuanlagen sollen bestehende Kraftwerke mit dem Gesetz leichter nachgerüstet und modernisiert werden können. Die kleinen Anlagen, die gleichzeitig Strom und Wärme erzeugen (Kraft-Wärme-Kopplung), gelten als besonders energieffizient.