Gas-News
GrundsatzfrageIm Streit um den Namen des Bremer Gaslieferanten swb hat das Landgericht Bremen nun gegen den Kläger goldgas entschieden. Dieser wollte den Namen verbieten lassen, da er den Verbraucher in die Irre führe. Goldgas geht es dabei um eine grundsätzliche Entscheidung: Dürfen private Gasanbieter sich "Stadtwerke" nennen?
Bremen (red) – Nach einigem Hin und Her sprach das Landgericht Bremen am Freitag nun sein Urteil in erster Instanz: Die swb Bremen darf ihren Namen behalten. Das Gericht wies damit die Klage von goldgas ab. Der süddeutsche Gasanbieter hatte beanstandet, ein privates Unternehmen dürfe mit seinem Namen nicht den Eindruck erwecken, es handle sich um einen kommunalen Versorger.
Goldgas selbst hieß früher "goldgas Stadtwerke GmbH" und darf sich mittlerweile nicht mehr so nennen, nachdem mehrere Stadtwerke geklagt hatten. Der Unterschied: Goldgas ist von Anfang an ein privates Unternehmen gewesen, während die Bremer swb aus den kommunalen Stadtwerken hervorgingen. Diese Privatisierung ist bereits zehn Jahre her, mittlerweile gehört die swb der Oldenburger EWE. Nun will die Geschäftsführung von goldgas klären lassen, unter welchen Bedingungen ein Energieversorger das Wort "Stadtwerke" im Namen führen darf. Geschäftsführer Michael Notzen geht es dabei um eine grundsätzliche Frage: Soll es allen privaten Gasanbietern verboten werden, die Bezeichnung "Stadtwerke" im Namen zu führen?
Beide Unternehmen sind nicht bereit aufzugeben. "Unsere Überzeugung, dass die Verwendung unserer Namens keine wettbewerbswidrige Irreführung bedeutet und wir die Firmierung swb auch in Zukunft werden führen dürfen, sehen wir durch die Entscheidung des Landgerichts bestätigt," sagt Vorstandsmitglied Torsten Köhne in einer Presseinformation der swb. Auch goldgas ist entschlossen, den Streit weiterzuführen.
Der Newsletter von Strom-Magazin.de
Bekommen Sie kostenlos jeden Mittwoch aktuelle News vom Strom- und Gasmarkt direkt in Ihr Postfach! Jetzt anmelden:
Die Mitteldeutsche Gasversorgung GmbH (Mitgas) hat im Geschäftsjahr 2009 einen Jahresüberschuss von 38,8 Millionen Euro erwirtschaftet, über 13 Millionen mehr als im Jahr zuvor. Umsatz und Gasabsatz gingen hingegen zurück. Der regionale Anbieter ist der größte seiner Art in Ostdeutschland.
Der Essener Gasanbieter RWE will mit einer Milliardeninvestition vor der ägyptischen Küste seine Gasproduktion ausbauen. Die Konzerntochter Dea will offenbar eine Rekordsumme in das Projekt stecken. Langfristig plant RWE seine Gas- und Ölproduktion zu verdoppeln.
Das Bundeskabinett hat den Entwurf zur Neufassung der Gasnetzzugangsverordnung beschlossen. Diese ziele darauf, den Wettbewerb auf dem Gasmarkt zu beleben, teilte das Bundeswirtschaftsministerium mit. Neue Gasanbieter sollen so einfacher in den Gasmarkt eintreten können.
5.700 Gaskunden haben sich nach dem Aufruf der Verbraucherzentrale Hamburg zu einer Gaskundengemeinschaft (GKG) zusammengeschlossen und Angebote von Gasanbietern eingeholt. Die Schweriner WEMAG AG gab das beste Angebot ab, die Verbraucherzentrale Hamburg empfiehlt daher den in der GKG registrierten Verbrauchern den Vertragsabschluss mit der WEMAG.
Gasanbieter lauern bei der Hamburger Verbraucherzentrale auf Kunden. Der Grund ist, dass E.ON Hanse mindestens 10.000 Kunden eine Kündigung geschickt hat und diese Kunden gerade ohne Lieferverträge dastehen. Grund für die Kündigung war eine juristisch umstrittene Preisänderungsklausel.Gaspreise vergleichen
Geben Sie einfach Postleitzahl und Gasverbrauch (kWh pro Jahr) ein und wir finden günstige Gastarife für Sie!