Gaspreise

Kabinett will für mehr Wettbewerb im Gasmarkt sorgen

Das Bundeskabinett hat den Entwurf zur Neufassung der Gasnetzzugangsverordnung beschlossen. Diese ziele darauf, den Wettbewerb auf dem Gasmarkt zu beleben, teilte das Bundeswirtschaftsministerium mit. Neue Gasanbieter sollen so einfacher in den Gasmarkt eintreten können.

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Berlin (ddp/red) - Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) sagte, er erwarte dadurch deutlich mehr Bewegung auf dem deutschen Gasmarkt. Die Neufassung sei ein wichtiger Schritt, um die Energiemärkte transparenter und marktoffener zu gestalten.

Die Gasnetzzugangsverordnung will vor allem mit drei Instrumenten dem Wettbewerb neue Impulse geben. Die Zahl der Marktgebiete, innerhalb derer Gaslieferanten frei agieren können, soll bis 2013 von derzeit sechs auf höchstens zwei verringert werden. Davon verspricht sich das Ministerium, dass bundesweite Lieferangebote für neue Lieferanten wirtschaftlich attraktiver werden.

Gasanbieter können Netzkapazitäten ersteigern

Zudem soll der Zugang zu knappen Transportkapazitäten erleichtert werden. Dazu sollen diese diskriminierungsfrei versteigert werden, um eine wesentliche Hürde für den Markteintritt von Wettbewerbern zu beseitigen. Außerdem sollen neue Gaskraftwerke leichter ans Netz gelangen. Analog zur Regelung im Strombereich sollen Betreiber von Gaskraftwerken das Recht erhalten, Kapazitäten gegen angemessene Gebühr für maximal drei Jahre zu reservieren.

Der Zugang zum Gasnetz habe sich bisher aus verschiedenen Gründen als Markteintrittshürde erwiesen, teilte das Wirtschaftsministerium weiter mit. Benötigte Kapazitäten im Netz hätten teilweise nicht erworben werden können, weil sie langfristig ausgebucht seien. Das erschwere es vor allem neuen Anbietern, attraktive Angebote abzugeben und ihr Wettbewerbspotenzial voll auszuschöpfen.