Sparmaßnahmen

Jeder Zweite heizt nur noch bestimmte Räume

Angesichts steigender Heizkosten will mehr als jeder zweite Deutsche einer Umfrage zufolge die Heizung diesen Winter weniger stark aufdrehen als bislang. Jeder Zehnte sagte bei der Umfrage sogar, er wolle weniger lüften, um es in der Wohnung wärmer zu haben.

Gaspreise© Jaap2 / iStockphoto.com

Berlin (AFP/red) - In der kürzlich veröffentlichten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag der Comdirect Bank gaben 57 Prozent der Befragten an, die Heizung nur noch in den Räumen anstellen zu wollen, in denen sie sich die meisten Zeit über aufhalten. Jeder Dritte will demnach öfter einen dicken Pullover oder ein zweites Paar Socken anziehen, um Heizkosten zu sparen. Jeder Zehnte will weniger lüften, um die Wärme in der Wohnung zu halten.

31 Prozent der Befragten zeigen sich indes unbeeindruckt von den steigenden Heizkosten: Sie wollen ihr Heizverhalten im Winter nicht ändern. Für die repräsentative Umfrage befragte Forsa Mitte Oktober 1005 Menschen zwischen 18 und 65 Jahren.

Heizkosten sind stark angestiegen

Aktuellen Zahlen zufolge sind die Heizkosten für Wohnungseigentümer und Mieter in Deutschland in den vergangenen fünf Jahren stark angestiegen. Am deutlichsten fiel der Anstieg für die Nutzer von Fernwärme aus, wie die gemeinnützige Beratungsgesellschaft co2online nach einer Auswertung des bundesweiten Heizspiegels mitteilte. Das Beheizen einer 70-Quadratmeter-Wohnung kostete demnach im Abrechnungsjahr 2005 noch 705 Euro, 2010 dann 880 Euro, was einem Anstieg von 25 Prozent entspricht.

Die Kosten für das Heizen mit Heizöl stiegen im gleichen Zeitraum von durchschnittlich 720 Euro auf 850 Euro, das entspricht einem Anstieg von 18 Prozent. Ebenfalls um 18 Prozent stiegen die Heizkosten für Erdgas: Mussten Mieter und Eigentümer in einer 70-Quadratmeter-Wohnung 2005 im Schnitt 685 Euro zahlen, waren es 2010 bereits 805 Euro.

Quelle: AFP