Gas-News
PreisverleihungAm 17. Januar wurde in Berlin der Innovationspreis für Klima und Umwelt 2011 verliehen. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) und der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) zeichneten zum dritten Mal Innovationen aus, die zum Umwelt- und Klimaschutz beitragen. Mit dabei: Kleinst-Biogasanlagen, mit denen aus Bananenabfällen Energie gewonnen wird.
Berlin (red) - In der Kategorie "Technologietransfer" gewann Ingenieure ohne Grenzen e.V. aus Berlin. Für die Landbevölkerung in Tansania entwickelte man Kleinst-Biogasanlagen, in denen Erntereste von Bananenstauden verarbeitet werden. So soll genügend Energie gewonnen werden, um zwei Mahlzeiten am Tag zu kochen und abends Licht zu liefern. Die Anlagen seien so konzipiert, dass sie von den Tansaniern selbstständig mitfinanziert, gebaut und betrieben werden können, ist in der gemeinsamen Pressemitteilung von BDI und BMU zu lesen.
Die Celitement GmbH aus Eggenstein-Leopoldshafen bei Karlsruhe wurde in der Kategorie "Produkt- und Dienstleistungsinnovationen" ausgezeichnet. Bei Celitement handelt es sich um eine Art klimafreundlichen Zement, der sich bei 200 Grad Celsius erzeugen lässt und damit nur halb so viel Energie verbrauchen soll wie für herkömmlichen Zement benötigt wird. Außerdem soll der CO2-Ausstoß um die Hälfte verringert und bis zu zwei Drittel weniger Kalkstein benötigt werden.
In der Kategorie "Umweltfreundliche Technologien" gewann Freudenberg Sealing Technologies aus Weinheim mit einem umweltschonenden Verfahren zur Metallumformung metallischer Stützringe für moderne Dichtungselemente, das bis zu 73 Prozent an Stahl einsparen soll. Der Preis in der Kategorie "Prozessinnovationen für den Klimaschutz" ging an die Fels-Werke GmbH und Ecoloop GmbH aus Goslar für ein Verfahren, bei dem aus schadstoffreichen Abfällen und Biomasse Synthesegas hergestellt werden kann.
Den Preis, der in den vier Kategorien mit jeweils 25.000 Euro dotiert ist, verliehen Umweltminister Röttgen und der BDI-Geschäftsführer Markus Kerber. Den Jury-Vorsitz hatte Prof. Klaus Töpfer inne. Die wissenschaftliche Bewertung erfolgte durch das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI in Karlsruhe.
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Eine bisher vor allem in Fachkreisen bekannte Energiepflanze erfreut sich bei den Landwirten in Niedersachsen wachsender Beliebtheit. Die Nachfrage habe bereits in diesem Jahr die Lieferanten vor Probleme gestellt. Die so genannte Durchwachsene Silphie eignet sich offenbar hervorragend für die Biomasseproduktion.
Der Energieversorger RWE hat ein neues Stromverteilernetz in Betrieb genommen. In einem Modellversuch startet das "Smart Grid" in der Eifel. Drei Jahre soll die Testphase dauern. Durch das neue Verteilernetz soll sich die Versorgung mit Ökostrom besser steuern lassen.
Eine Kuh produziert pro Tag etwa 80 Liter Gülle, die etwa 5 Kilogramm organische Trockensubstanz enthalten. Daraus kann eine Biogasanlage 8,3 KWh Leistung gewinnen. Damit könne die Gülle einer Kuh umgerechnet einen kleinen Haushalt, der rund 3000 kWh im Jahr verbraucht, mit Energie versorgen.
Anders als Wind- und Solarenergie ist Biogas grundlastfähig, produziert also kontinuierlich Strom. Trotzdem könnte der boomenden Branche ein abrupter Karriereknick beschieden sein, wenn ein neues Gesetz demnächst greift. Dabei geht es um einen Bonus für nachwachsende Rohstoffe im neuen EEG.
Der Hunsrück-Ort Morbach hat sich bereits im Jahr 2000 auf den Weg zur energieautarken Gemeinde gemacht. Im Energiepark Morbach stehen inzwischen 14 Windräder der Zwei-Megawatt-Klasse, eine Biogasanlage sowie eine 1,23 Hektar große Photovoltaikanlage.Gaspreise vergleichen
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