Gas-News
Versorgung gekapptInnerhalb von zwei Jahren könnte sich die Zahl der Franzosen, die ihre Gasrechnung nicht mehr bezahlen können, um das 30-fache erhöhen. Trotzdem werden die Gaspreise wohl weiter steigen. Viele Haushalte geben inzwischen mehr als zehn Prozent ihrer Einkommen für Energie aus.
Paris (red) - Bis 2010 könnte sich die Zahl der Franzosen, denen wegen unbezahlter Rechnungen das Gas abgedreht wird, auf 300.000 erhöhen. Dies teilte der Gasnetzverwalter GrDF dem französischen Fernsehsender France 2 zufolge mit. 2009 seien bereits 100.000 Haushalte betroffen gewesen, 2008 waren es noch 10.000.
Der Energiekonzern EDF kündigte zudem eine erneute Verteuerung des Gases an. Zum ersten April waren in Frankreich die Gaspreise um 10 Prozent erhöht worden. Eine weitere Erhöhung um vier bis fünf Prozent wird zum Juli erwartet. Rund 3,4 Millionen französische Haushalte befinden sich bereits jetzt in einer kritischen Situation, sie geben mehr als zehn Prozent ihrer Einkommen für Energie aus.
Die GdRF, die für die Abschaltungen zuständig ist, stellt die Kosten dafür dem Gasanbieter in Rechnung. Dieser wiederum kann den Betrag auf die Kunden umlegen. Bei finanziellen Notlagen allerdings übernehmen die Konzerne bis zu 80 Prozent der Rechnung. Nun sollen auch die Preise für die Abschaltung des Gases erhöht werden. Damit solle der steigenden Anzahl der Vorgänge Rechnung getragen werden, so ein Sprecher der GrDF.
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Die Preiserhöhungen der EnBW Gas aus den Jahren 2005 bis 2008 sind rechtens. Das entschied das Landgericht Stuttgart nach eigenen Angaben am Mittwoch und bestätigte damit ein entsprechendes Urteil des Amtsgerichts Stuttgart. Demnach habe EnBW lediglich die gestiegenen Beschaffungskosten an die Kunden weitergegeben.
Wie die europäische Statistikbehörde Eurostat am Freitag in Luxemburg mitteilte, zahlen die Deutschen im EU-weiten Vergleich die zweithöchsten Strompreise. Während die Kilowattstunde Strom für private Haushalte in der EU im Schnitt 16,5 Cent kostet, liegt der Preis in Deutschland bei 22,9 Cent pro Kilowattstunde.
Die Inflationsrate in Deutschland zieht wieder leicht an: Im Mai mussten die Verbraucher für ihren Lebensunterhalt 1,2 Prozent mehr ausgeben als ein Jahr zuvor. Preistreiber waren einmal mehr Mineralölprodukte, wohingegen anders als im Vorjahr der Rückgang bei den Gaspreisen ausgleichend gewirkt hat.
Das Bundeskabinett hat den Entwurf zur Neufassung der Gasnetzzugangsverordnung beschlossen. Diese ziele darauf, den Wettbewerb auf dem Gasmarkt zu beleben, teilte das Bundeswirtschaftsministerium mit. Neue Gasanbieter sollen so einfacher in den Gasmarkt eintreten können.
5.700 Gaskunden haben sich nach dem Aufruf der Verbraucherzentrale Hamburg zu einer Gaskundengemeinschaft (GKG) zusammengeschlossen und Angebote von Gasanbietern eingeholt. Die Schweriner WEMAG AG gab das beste Angebot ab, die Verbraucherzentrale Hamburg empfiehlt daher den in der GKG registrierten Verbrauchern den Vertragsabschluss mit der WEMAG.Gaspreise vergleichen
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