Gas-News
VorzeigebeispieleIn Schleswig-Holstein soll die Nutzung von Biomasse zunehmend auch für die Wärmeversorgung erschlossen werden. Mit der Umstellung auf Nahwärme aus Bioenergie leiste die Biomasse einen steigenden Beitrag zu Klimaschutz und Ressourcenschonung, sagte Umweltministerin Juliane Rumpf (CDU) am Montag.
Kiel (dapd/red) - Daher wolle sie möglichst viele Menschen zum Mitmachen bewegen. Vorzeigebeispiele seien die Biogasanlage Gönnebek (Kreis Segeberg) und Buchenhof Bioenergie in Klein Offenseth-Sparrieshoop (Kreis Pinneberg). Die beiden schleswig-holsteinischen Betriebe hatten es in das Sonderheft des Fachverbandes Biogas "Beste Beispiele aus der Praxis" geschafft.
Bereits im Dezember hatte Umweltministerin Rumpf festgestellt, dass das energetische Potenzial der Biomasse im Norden deutlich höher liege als ihr bisher angestrebter Versorgungsbeitrag am Endenergieverbrauch in Höhe von 14 Prozent. Vielmehr sei die Deckung eines Fünftels des Energiebedarfs durch Biomasse bis 2020 möglich.
Es sei genügend heimische Biomasse vorhanden, um dieses Ziel- und Ausbauszenario für Energie aus Biomasse zu erreichen. Bedingt durch Faktoren wie Wirtschaftlichkeit oder Akzeptanz werde das Potenzial bis 2020 vermutlich aber nur zu etwa 70 Prozent ausgeschöpft, obwohl eine konsequente Nutzung von Reststoffen, insbesondere Gülle und Stroh, einen höheren Anteil zuließe.
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Ein Fünftel des schleswig-holsteinischen Energiebedarfs könnte 2020 durch Energie aus Biomasse gedeckt werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie des Kieler Umweltministeriums. Im vergangenen Jahr lag der Anteil der Biomasse lediglich bei gut acht Prozent.
Das gilt zumindest für die Hansestadt und für Holstein: Windkraft und Biomasse sind die wichtigsten Quellen für erneuerbare Energie in Schleswig-Holstein und Hamburg. Die gesamte Quote für Strom aus regenerativen Quellen liegt in dem Flächenland bereits bei über 30 Prozent, besagen aktuelle Statistiken.
Neue Wege bei der Vermeidung von Glatteisunfällen gehen hier der Bund und das Land Schleswig-Holstein: Die bundesweit erste Brücke mit beheizter Fahrbahn wurde am Donnerstag im Kreis Herzogtum-Lauenburg freigegeben. Die Energie dafür kommt aus der Erde.
Was normalerweise mehrere Millionen Jahre dauert, schafft ein Brandenburger Unternehmen innerhalb von 90 Minuten: Kohle erzeugen. Dafür braucht der Betrieb nur reichlich feuchte oder nasse Biomasse, beispielsweise Bioabfälle oder Klärschlamm. Das Verfahren hat zudem den Vorteil, dass kein Kohlendioxid ausgestoßen wird.
Die Bioenergieexpertin Iris Lewandowski sieht im Ausbau der Biomasse einen wichtigen Beitrag, um den Wegfall der Energie aus Atomkraft zu kompensieren. "Ich gehe davon aus, dass Biomasse das Potenzial hat, mindestens zwölf Prozent des Primärenergiebedarfs in Deutschland zu decken".Gaspreise vergleichen
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