Autogas

Hohe Benzinpreise rücken Autogas ins Blickfeld

Aufgrund der weiter steigenden Benzinpreise sollten sich Autofahrer Gedanken über mögliche Alternativen machen. Eine wäre, sein Fahrzeug mit einem Autogas-Tank nachzurüsten. Ob sich eine Nachrüstung lohnt, hängt vom eigenen Fahrverhalten sowie den aktuellen Spritpreisen ab: Die Umrüstung auf LPG-Betrieb rechnet sich momentan nach etwa 30.000 Kilometern.

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Brühl (red) - Für Deutschlands Autofahrer entwickelt sich der Halt an der Tankstelle immer mehr zum Alptraum. Mit bis zu 1,70 Euro pro Liter haben die Benzinpreise ein Rekordniveau erreicht. Kein Wunder also, wenn Autogas-Fahrer immer öfter neidische Blicke ernten. Denn an den LPG-Zapfsäulen - das Kürzel steht für Liquified Petroleum Gas - stagniert der Literpreis bei sagenhaften 80 Cent.

Umrüstung lohnt sich aufgrund hoher Benzinpreise

Rheingas, ein Anbieter von Autogas, macht dazu eine einfache Rechnung auf: Verbraucht ein Fahrzeug auf 100 km 10 Liter Super zum Preis von 1,70 Euro, kostet die Fahrt 17 Euro. Demgegenüber stehen 11 Liter Autogas zum Preis von 80 Cent. Somit kostet die gleiche Strecke hier - trotz eines etwas höheren Verbrauchs - nur 8,80 Euro. Bei einer jährlichen Fahrleistung von 30.000 Kilometer bringt das einen Preisvorteil von 2.460 Euro - in etwa so viel wie eine Autogas-Nachrüstung kostet, die sich somit schon nach einem Jahr rechnet.

Mit bundesweit an die 6.400 Tankstellen, davon rund 100 an den deutschen Autobahnen, ist eine flächendeckende Versorgung sichergestellt, die sich auch jenseits der Grenzen fortsetzt, vor allem in den Niederlanden, Belgien, Frankreich, Polen, Tschechien und Italien. Auch in Österreich und der Schweiz ist eine Grundversorgung für Touristen und Transitreisende gewährleistet.

Steuererleichterung gilt bis 2018

Fast eine halbe Million Fahrzeuge mit Autogas-Antrieb sind in Deutschland aktuell zugelassen. Die Zahl wächst, denn viele Benziner können heute problemlos umgerüstet werden. Darüber hinaus werden zahlreiche Modelle schon direkt ab Werk mit LPG-Tank angeboten. Alle gemeinsam erzeugen rund 15 Prozent weniger CO2 und werden deshalb noch bis mindestens 2018 steuerlich gefördert.