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BeschlussHausbesitzer und Kraftwerksbetreiber können künftig von einer einfacheren und höheren Förderung bei der Erzeugung von Strom und Wärme mit der sogenannten Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) profitieren. Der Bundestag billigte am Donnerstag in Berlin eine entsprechende Gesetzesänderung.
Berlin (AFP/red) - Demnach steigen unter anderem die Zuschläge für Strom aus solchen Anlagen, den Betreiber ins allgemeine Stromnetz einspeisen. Zudem wird Betreibern von Mini-Kraftwerken wie Hausbesitzern durch Änderungen bei der Auszahlung der Zuschläge die Investition in die Technologie erleichert.
Betreiber für KWK-Anlagen bekommen künftig 0,3 Cent mehr je Kilowattstunde gezahlt, die in das Stromnetz eingespeist wird, wie aus dem Gesetzestext hervorgeht. Bei kleinen Anlagen steigen die Zuschläge damit auf 5,41 Cent je Kilowattstunde. Für große KWK-Anlagen, welche ab 2013 am Handel mit Emissionsrechten teilnehmen müssen, erhöhte der Bundestag die Zuzahlungen zusätzlich um 0,3 Cent. Die Zuschläge tragen Verbraucher über den Strompreis.
KWK-Anlagen erzeugen durch die Verbrennung eines Brennstoffs wie Holz, Öl, Kohle, Erd- oder Biogas zugleich Strom und Wärme. Die Wärme, die parallel zum Strom entsteht, wird etwa zum Beheizen von Häusern oder für die Nutzung in der Großindustrie verwendet. KWK-Anlagen gibt es in kleiner Form für Hausbesitzer oder auch als Großkraftwerke. Hausbesitzer können Wärme und Strom selbst nutzen und den überschüssigen Strom ins Netz speisen.
Die KWK ist ein wichtiger Teil der Energiewende der Bundesregierung. Die Technologie ermöglicht den Ausbau dezentraler Energieerzeugung. Die Gesetzesänderung sieht auch vor, dass Betreiber von Kleinanlagen sich die Zuschläge für eingespeisten Strom künftig einmalig vorab pauschal für eine Laufzeit bis maximal 30.000 Betriebsstunden auszahlen lassen können. Dies dürfte vor allem Privatbetreibern die Anschaffung der Anlagen erleichtern. Bisher sind jährliche Einzelabrechnungen vorgeschrieben. Neu gefördert wird außerdem die Errichtung von Wärmespeichern. Die Fördermöglichkeiten für die Modernisierung von Anlagen werden erweitert.
Die Energiebranche zeigte sich erfreut über die Gesetzesänderung. Der Bundestag sei damit "weitestgehend auf die Forderungen der Energiewirtschaft eingegangen", erklärte Hildegard Müller, Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Die Branche brauche dringend Impulse bei der Kraft-Wärme-Kopplung. Nur so könne die Bundesregierung das angestrebte Ziel erreichen, den Anteil von Strom aus der Technik bis zum Jahr 2020 auf 25 Prozent zu steigern, erklärte Müller.
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Die Koalitionsfraktionen im Bundestag wollen die Förderung für die Kraft-Wärme-Kopplung nachbessern: Neue Anlagen sollen ab 2013 nicht mit 0,2 Cent pro Kilowattstunde gefördert werden, sondern sogar mit 0,3 Cent, wie der energiepolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Klaus Breil, der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" vom Montag sagte.
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