Effizient heizen

Heizkosten sparen mit einem hydraulischen Abgleich

Ein Fünftel der deutschen Öl- und Gasheizungen ist über 20 Jahre alt. Aber auch modernere Modelle müssen nicht zwangsläufig effizient heizen. Ein Heizungs-Check vom Fachmann zeigt, ob ein Austausch der Heizung sich lohnt. Auch ein hydraulischer Abgleich ist eine Möglichkeit, die eigenen vier Wänden effizienter zu beheizen.

Gaspreise© photoGrapHie / Fotolia.com

Bonn (red) - Nach Angaben des Umweltbundesamtes werden knapp 80 Prozent des Endenergiebedarfs und mehr als 50 Prozent des Primärenergieverbrauchs durch das Heizen und die Warmwasserbereitung verursacht. Wie das Schornsteinfegerhandwerk ermittelte, ist jede fünfte Öl- und Gasheizung in Deutschland über 20 Jahre alt. Diese alten Anlagen arbeiten deutlich weniger effizient als moderne Heizungen. Aber auch eine neue Heizung ist keine Garantie für effiziente Beheizung.

Alte Heizung austauschen oder modernisieren

Ist eine Heizung älter als 20 Jahre, empfehlen Experten einen Austausch gegen ein modernes Modell. Klarheit schafft ein Heizungs-Check durch einen Fachmann. Neben einer Heizungserneuerung durch moderne Öl- oder Gasbrennwerttechnik, einen Holzpelletofen oder eine Wärmepumpe könnte auch die Installation einer hocheffizienten Heizungspumpe oder der Tausch der Thermostatregler sinnvoll sein, um den Heizenergie- und Stromverbrauch spürbar zu reduzieren, so die Vereinigung der deutschen Zentralheizungswirtschaft.

Hydraulischer Abgleich kann Energie sparen

In jedem Fall rät das Forum für Energieeffizienz in der Gebäudetechnik e.V., einen hydraulischen Abgleich an der Heizungsanlage durchführen zu lassen. Nur etwa 15 Prozent der Heizungsanlagen seien hydraulisch abgeglichen. Dabei wird die Verteilung des Heizungswassers den Räumen und dem Wärmebedarf angepasst. Der Bedarf der einzelnen Räume wird ermittelt und die Heizung durch neue Ventile individuell eingestellt. So wird ein gleichmäßiges und energiesparendes Heizen sichergestellt. Wird gleichzeitig eine geregelte Heizungspumpe eingebaut, könne man bis zu 20 Prozent der Energiekosten einsparen, so die VdZ.