Verwertung

Gülle einer Kuh liefert Biogas für einen Haushalt

Eine Kuh produziert pro Tag etwa 80 Liter Gülle, die etwa 5 Kilogramm organische Trockensubstanz enthalten. Daraus kann eine Biogasanlage 8,3 KWh Leistung gewinnen. Damit könne die Gülle einer Kuh umgerechnet einen kleinen Haushalt, der rund 3000 kWh im Jahr verbraucht, mit Energie versorgen.

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Berlin (red) - Das geht aus einer Publikation der Reihe "Greenfacts" der Fördergemeinschaft Nachhaltige Landwirtschaft e.V. (FNL) hervor, die im vergangenen Jahr veröffentlicht wurde. Über 30 Prozent des Substrats, das in Biogasanlagen verarbeitet wird, besteht aus Gülle. Zwar ist Gülle weniger effizient, was die Menge des Ertrags angeht, dafür wird Methan reduziert und es entsteht keine Flächenkonkurrenz wie durch den gezielten Anbau von Energiepflanzen.

Wie die FNL angibt, reiche das aus, um zum Beispiel einmal zu kochen, waschen, staubzusaugen, Geschirrspüler und Trockner zu benutzen und danach bei einer Tasse Kaffee und einer DVD zu entspannen.

Forderung nach mehr Gülle in Biogasanlagen

Aktuell wird etwa ein Fünftel der Gülle aus der Landwirtschaft in Biogasanlagen verarbeitet. Verbände und auch die Grünen fordern, dass der Anteil an Gülle in Biogasanlagen erhöht wird. Dr. Gibfried Schenk, Geschäftsführer der FNL, sagte: "Im Kampf gegen den Klimawandel dürfen wir nicht vergessen, das Energiepotential der Landwirtschaft zu nutzen. Kühe produzieren nicht nur Milch. Über Biogasanlagen können sie auch zu Lieferanten von erneuerbarer Energie werden."