Kooperation

Gazprom fasst Fuß auf österreichischem Gasmarkt

Die russische Gazprom steigt auf dem österreichischen Gasmarkt ein. Die Kooperation mit OMV soll eine Beteiligung an der OMV-Tochter Central European Gas Hub sowie gemeimsame Speicherprojekte umfassen. Über finanzielle Details wurde Stillschweigen vereinbart.

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Wien (red) - Anlässlich des Österreich-Besuchs von Wladimir Putin unterzeichneten OMV-Generaldirektor Wolfgang Ruttenstorfer und der Gazprom-Vorstandsvorsitzende Alexey Miller eine Absichtserklärung zur weiteren Zusammenarbeit im Erdgasbereich. Damit bekundeten beide Unternehmen ihr Interesse, beim Central European Gas Hub Baumgarten und bei Erdgasspeichern enger zu kooperieren. Das entsprechende Memorandum of Understanding wurde am 23. Mai 2007 unterzeichnet.

Die OMV hat bereits 1968 als erstes westeuropäisches Unternehmen einen Gasliefervertrag mit der damaligen UdSSR unterzeichnet. Diese fast 40-jährige Partnerschaft wurde im September 2006 mit der Verlängerung der Gaslieferverträge bis 2027 bekräftigt. Insgesamt sind damit rund 150 Milliarden Kubikmeter für Österreich vertraglich fixiert worden. Nun setzen die beiden Unternehmen einen weiteren Schritt zur Intensivierung der Kooperation.

Es wurde vereinbart, dass Gazprom sich am Central European Gas Hub, einer 100-prozentigen Tochter der OMV Gas International, beteiligen wird. Der Gashub Baumgarten gehört nach Betreiberangaben schon jetzt zu den drei größten in Kontinentaleuropa. Im Jahr 2006 betrug die gehandelte Gasmenge 7,7 Milliarden Kubikmeter, 2007 waren es 1,3 Milliarden Kubikmeter pro Monat. Diese Menge soll in Zukunft gesteigert werden. Geplant seien zudem gemeinsame Speicherprojekte. Einerseits wollen OMV und Gazprom bei einem geplanten OMV-Speicher in der Region um den Gashub Baumgarten kooperieren, anderseits sind auch gemeinsame Speicherprojekte im benachbarten Ausland angedacht.

Über weitere Details wurde Stillschweigen vereinbart.