Preisvergleich

Gaspreise steigen und fallen: Gasanbieter vergleichen

Mitten in der Heizperiode steigen die Gaspreise für rund zwei Millionen Haushaltskunden. Doch während sich einige Gasanbieter auf die Ölpreisbindung berufen, kaufen andere ihr Gas billig an den Spotmärkten ein und können so ihre Gaspreise senken. Für Verbraucher heißt es daher: Gaspreise vergleichen!

Gaspreise© photoGrapHie / Fotolia.com

Berlin/Heidelberg (afp/red) – Mitten in der Heizperiode beginnen die Gaspreise wieder zu steigen, wie der Verbraucherpreisindex des unabhängige Vergleichsportal Verivox zeigt. Demnach liegt im Dezember 2009 der durchschnittliche Preis für eine Kilowattstunde Gas bei 5,93 Cent - im Januar 2010 steige er auf 5,95 Cent pro Kilowattstunde. Dies bedeutet für einen Musterhaushalt mit einem Verbrauch von 20.000 kWh jährliche Mehrkosten von rund 60 Euro. Grund dafür sind die Erhöhungen der Gaspreise bei 51 Gasanbietern. Da es sich hierbei auch um einige große Gasversorger handelt, sind mehr als 2 Millionen Haushalte von diesen Erhöhungen betroffen.

Gas wird teilweise teurer, teilweise günstiger

Jedoch sind die Preisentwicklungen auf dem Gasmarkt recht unterschiedlich, so dass 48 Gasanbieter ihre Preise senken können. Davon sind jedoch nur rund eine Million Haushalte betroffen, so dass die Preistendenz dennoch nach oben geht. Der Grund für diese Preisunterschiede liege in der Beschaffungsstrategie der jeweiligen Gasversorger.

Versorger, die bei der Gasbeschaffung auf langfristige Verträge mit Ölpreisbindung gesetzt haben, müssen nun mit zusätzlichen Kosten kämpfen, da der Ölpreis im Laufe des Jahres von rund 30 Dollar auf knapp 70 Dollar gestiegen ist. Gasversorger mit kurzfristigen Beschaffungsstrategien profitieren von günstigen Preisen an den Spotmärkten, die sie wiederum an die Verbraucher weitergeben können.

Gasvergleich kann viel Geld sparen

Da die Preiseunterschiede zwischen den Gasanbietern immer größer werden, sollten Verbraucher Gastarife vergleichen. Denn wer einen Gasvergleich macht und seinen und sich für einen Gasanbieterwechsel entscheidet, kann abhängig von seinem aktuellem Tarif sowie dem Liefergebiet schnell mehrere hundert Euro jährlich sparen.

Auch der Energieexperte des Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv), Holger Krawinkel, forderte Gaskunden auf, den Markt zu beobachten und gegebenenfalls den Versorger zu wechseln. Krawinkel rechnet damit, dass sich die sogenannte Ölpreisbindung langsam auflösen wird. Verbraucher, die zu günstigen Gasanbietern wechseln, würden diese Entwicklung noch beschleunigen, sagte er.