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Gaspreise sinken im Sommer im Schnitt um 10 Prozent

168 Gasversorger haben für Juni und Juli Gaspreissenkungen um durchschnittlich zehn Prozent angekündigt. Allerdings sind die Preissenkungen geringer als die vorherigen Preiserhöhungen. Kunden sollten nicht auf weitere Preissenkungen des alten Versorgers warten, sondern in einen günstigeren Tarif wechseln.

Gasherd© ArtmannWitte / Fotolia.com

Heidelberg/Linden (red) - Der Trend sinkender Gaspreise hält weiter an. Laut dem Verbraucherportal Verivox sinken die Gaspreise im 1. Juni bzw. 1. Juli um durchschnittlich 10 Prozent, allerdigngs hatten die Gasversorger vor der letzten Heizperiode ihre Preise um bis zu 27 Prozent erhöht. Verivox.de geht von einem weiteren Rückgang der Gaspreise von 11 bis 12 Prozent im 3. Quartal 2009 aus.

Keine Strompreissenkung trotz niedrigerer Einkaufspreise

In den nächsten beiden Monaten haben 10 Stromversorger Preiserhöhungen von durchschnittlich 6 Prozent angekündigt. Für einen Musterhaushalt mit einem Verbrauch von 4000 kWh bedeutet dies eine jährliche Mehrbelastung von 57 Euro. Trotz gesunkener Großhandelspreise haben nur 3 Grundversorger Preissenkungen von durchschnittlich 4 Prozent angekündigt. Die meisten Stromversorger verweisen darauf, dass der Strom für längere Zeit im Voraus eingekauft wird und sinkende Preise erst zeitverzögert weitergegeben werden könnten.

Stärkere Preissenkung bei Wettbewerbern

Durch den Wettbewerb auf dem Energiemarkt werden die gesunkenen Rohstoffkosten schneller an die Verbraucher weitergegeben. Eine Studie von Verivox zeigt, dass Wettbewerber ihre Preise stärker gesenkt haben als die örtlichen Grundversorger. Während die angestammten Gasversorger die Preise für Privatkunden bis April dieses Jahres um durchschnittlich 15 Prozent abgesenkt haben, sanken die Preise der neuen Gasanbieter um durchschnittlich 17 Prozent.

Noch deutlicher zeigt sich der Unterschied auf dem Strommarkt: Währen die örtlicheN Versorger ihre Privatkundenpreise bis April um durchschnittlich vier Prozent erhöhten (Grundversorgung), haben die neuen Stromanbieter ihre Preise gleichzeitig um 2 Prozent abgesenkt (ohne Vorauskasse).

Nicht auf Preissenkung warten, Anbieter wechseln!

"Anstatt auf angemessene Preissenkungen des alten Grundversorgers zu warten, sollten Verbraucher die zahlreichen Angebote im Markt vergleichen und zu günstigeren Anbietern wechseln", rät Peter Reese, Leiter Energiewirtschaft bei Verivox.de.

Die Verivox-Gasmarktanalyse gleicht die Entwicklung des Rohölpreises (Brent) sowie Heizölpreises mit unterschiedlichen Vertragskonstellationen der Endkundenversorger und dem seit Jahren aufgebauten Verivox-Preisindex ab.

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