Kanada

Festnahmen bei Protesten gegen Fracking

Nach gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Gegnern der umstrittenen Schiefergas-Förderung und der Polizei im Osten Kanadas sind am Donnerstag mindestens 40 Menschen festgenommen worden. Die Proteste der Fracking-Gegner dauern bereits seit mehreren Wochen an. Die Technologie ist höchst umstritten.

Fracking© bilderzwerg / Fotolia.com

Montreal (AFP/red) - Zu den Zusammenstößen in Kanada kam es nach Angaben der Polizei, als Beamte an der Atlantikküste am Donnerstag (Ortszeit) einen Gerichtsentscheid gegen ein Lager der Gegner des sogenannten Fracking umsetzen wollten. Die an einer Schnellstraße campierenden Demonstranten hätten Widerstand geleistet, Fahrzeuge in Brand gesetzt und Molotowcocktails auf Polizisten geworden. Auch ein Schuss sei abgegeben worden.

Protestanten errichten Straßensperren

Die Demonstranten protestieren seit Wochen gegen Schiefergas-Projekte in der Region. Unter anderem errichteten sie Straßensperren, damit Fahrzeuge des Gasunternehmens SNW Ressources nicht mehr durchkamen. Damit wollten die Fracking-Gegner Tests zu den Schiefergas-Vorkommen in der Region und ihrer möglichen Förderung verhindern.

Gegner befürchten eine Verseuchung des Grundwassers

Beim Fracking wird unter Einsatz eines Gemischs aus Sand, Wasser und Chemikalien Erdgas und Öl aus Schiefergestein-Schichten gelöst. Die insbesondere in den USA zunehmend genutzte Technologie ist höchst umstritten, befürchtet wird unter anderem eine Verseuchung des Grundwassers mit Chemikalien.

Quelle: AFP