szmtag
11.08.2010, 13:00 Uhr

Gas-News

Rückzahlung angekündigt

EWE gibt im Streit um Vertragsklauseln nach

Gasanbieter EWE hat nun das Urteil des Bundesgerichtshofs zu den umstrittenen Preisanpassungsklauseln akzeptiert. Konzernchef Brinker kündigte Kunden eine Rückzahlung an. Wie und in welcher Höhe diese Rückzahlung erfolgen soll, steht aber noch nicht fest. Die geplante Lösung soll einem Großteil der EWE-Kunden zugute kommen.

Oldenburg (red) - Der Gasanbieter EWE hat im Streit um das Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) eingelenkt. Dies berichtet NWZ online. Es ging dabei um Preisanpassungsklauseln, die der BGH Mitte Juli für unzulässig erklärt hatte. Auch die Verbraucherzentrale hatte Kunden geraten, Widerspruch einzulegen.

Kunden sollen Geld zurückbekommen

Nach der Sitzung des Aufsichtsrats der EWE Energie AG am Montag kündigte Werner Brinker, Konzernchef des Oldenburger Versorgers, eine "kundenfreundliche Lösung" an. Auf die Frage, ob Kunden Geld zurückerhalten, sagte Brinker der NWZ: "Ja, das könnte das Ergebnis des Lösungsvorschlages sein." Wie hoch die Rückzahlung sein soll, ist aber noch unklar. Bis zum Spätsommer soll ein Vorschlag erarbeitet werden, auch die EnBW als Aktionär soll daran beteiligt werden. Ziel sei eine Lösung, die Rechtssicherheit schaffe und sowohl die Interessen der Kunden als auch der EWE berücksichtige.

Gasanbieter möchte keine Rechtsstreitigkeiten

Die geplante Lösung betrifft einen großen Teil der Kunden der EWE. Rund 85 Prozent sind sogenannte Normsonderkunden. Brinker betonte ausdrücklich, dass die geplante Lösung für alle diese Kunden gelte, also auch für diejenigen, die sich nicht beschwert hätten. "Wir haben kein Interesse daran, mit einer Vielzahl unserer Kunden Rechtsstreitigkeiten zu führen", so Brinker.

© 2001-2012 strom-magazin.de

Diesen Artikel empfehlen

Der Newsletter von Strom-Magazin.de

Ähnliche Nachrichten zur News "

EWE gibt im Streit um Vertragsklauseln nach

"
  • Stromanbieter kassieren angeblich eine Milliarde Euro zuviel
    Leitung Die deutschen Stromanbieter kassieren in diesem Jahr offenbar eine Milliarde Euro zuviel bei ihren Kunden ab. Das berichtet die "Saarbrücker Zeitung" in ihrer Dienstagsausgabe unter Berufung auf eine neue Studie der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen. In der Studie wurden die Strompreise an der Börse unter die Lupe genommen.
  • EnBW bietet ab Herbst bundesweit Ökostrom an
    EnBW Um wieder schwarze Zahlen zu schreiben und auch ein Stück vom Öko-Kuchen abzubekommen, will der Stromkonzern EnBW ab September das Ökostrom-Produkt "Naturstrom" bundesweit anbieten. Das Angebot wird gemeinsam mit Yello vermarktet. Die Prognose des Unternehmens für 2010 sieht insgesamt gut aus.
  • Verbraucherzentrale rät EWE-Kunden zu Widerspruch
    Gas Der Gasanbieter EWE schickt Schreiben an Kunden, die nicht nachvollziehbaren Preisänderungen widersprochen hatten. In dem Schreiben widerspricht die EWE einem Urteil des BGH. Die Verbraucherzentrale Brandenburg hat das Unternehmen abgemahnt und rät Verbrauchern weiterhin zu Widerspruch.
  • Strompreise steigen durch Einsatz von Klimaanlagen
    Geld An heißen Tagen werden auch in der Schweiz gern die Klimaanlagen angeschaltet. Diese sind jedoch wahre Stromfresser: Das Elektrizitätswerk Zürich berichtet von bis zu fünf Prozent mehr Stromverbrauch. Das führt dazu, dass Stromspitzen nicht mehr aus eigenen Kräften abgedeckt werden können und Strom hinzugekauft werden muss.
  • Gasmarkt: Sonderkunden haben auch besondere Rechte
    Rechtsprechung Wie der Bundesgerichtshof an diesem Mittwoch entschieden hat, haben so genannte Gas-Sonderkunden auch besondere Rechte. Denn die Gasanbieter können ihre gestiegenen Kosten laut BHG-Urteil nicht ohne weiteres an Kunden mit einem solchen Vertrag weitergeben.
Gasanbieterwechsel
Gaspreise Infos
Energiekosten senken
Heizen mit Gas
?>