Präventivmaßnahmen

EU und Russland vereinbaren Frühwarnsystem gegen Energiekrisen

Die Europäische Union und Russland haben ein Frühwarnsystem gegen Energiekrisen vereinbart. Ein entsprechendes Memorandum unterzeichneten EU-Energiekommissar Andris Piebalgs und der russische Energieminister Sergej Schmatko am Montag in Moskau, wie die EU-Kommission in Brüssel mitteilte.

Gaspreise© Jaap2 / iStockphoto.com

Berlin/Moskau (afp/ddp/red) - Das Frühwarnsystem soll Versorgungskrisen bei Erdgas, Öl und Strom vermeiden helfen. Zuletzt hatte Russland im Januar seine Gaslieferungen an die Ukraine gestoppt. Grund war ein Streit um den Gaspreis. Auch viele andere europäische Staaten waren dadurch teilweise von der Versorgung abgeschnitten.

EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso begrüßte die Einigung als Schritt zur Vertrauensbildung. Mit dem Frühwarnsystem wollen sich die EU und Russland umgehend gegenseitig informieren, wenn eine "erhebliche Unterbrechung der Versorgung" zu befürchten ist. Als mögliche Gründe werden in dem Memorandum Wartungsarbeiten, Unfälle oder Handelsstreitigkeiten genannt.

Brüderle begrüßt Energie-Frühwarnmechanismus

Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) hat die Vereinbarung zwischen der EU und Russland über einen Frühwarnmechanismus in Energiefragen begrüßt. Sie zeige den Willen der EU und Russlands, in der für die EU zentralen Frage der Versorgungssicherheit eng zusammenzuarbeiten, erklärte Brüderle am Dienstag in Berlin.

Es sei wichtig, dass es zwischen der EU und Russland konkrete Vereinbarungen für die Information und Beratung im Krisenfall gibt, um gegebenenfalls auf zukünftige Krisen rasch reagieren und gemeinsam Lösungen - unter Einbeziehung am Transit beteiligter Staaten - umsetzen zu können.

Quelle: AFP