szmtag
23.06.2010, 09:02 Uhr

Gas-News

Gasstreit

E.ON Ruhrgas kündigt volle Gasspeicher trotz der Krise an

Der angekündigte Transit-Stopp für russisches Gas über Weißrussland nach Europa hat für die Kunden des größten deutschen Gasimporteurs E.ON Ruhrgas nach Angaben eines Sprechers keine Auswirkungen. Die Speicher würden auch im Winter genügend gefüllt sein. Das Unternehmen bezieht rund ein Viertel seines Gases aus Russland.

Essen (ddp/red) - Das sagte ein Unternehmenssprecher der in Essen erscheinenden "Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung" (Mittwochausgabe). "Auch im kommenden Winter werden die Erdgasspeicher ausreichend gefüllt sein", kündigte der Sprecher an. E.ON Ruhrgas beliefert regionale und lokale Energieversorger mit Gas.

Hintergrund für den Stopp des Gasflusses nach Europa ist ein eskalierender Streit über unbezahlte Rechnungen zwischen dem russischen Gasanbieter Gazprom und Weißrussland. Nachdem Russland die Gaslieferungen nach Weißrussland gedrosselt hatte, will Weißrussland seinerseits die Durchleitung nach Europa stoppen.

E.ON Ruhrgas hält 3,5 Prozent der Gazprom-Anteile. Das Essener Unternehmen beziehe 26 Prozent seines Gases aus Russland, sagte der Sprecher. 27 Prozent kommen aus Norwegen, 22 Prozent aus dem Inland und 15 Prozent bezieht der Gasanbieter aus den Niederlanden.

© 2001-2012 strom-magazin.de

Diesen Artikel empfehlen

Der Newsletter von Strom-Magazin.de

Ähnliche Nachrichten zur News "

E.ON Ruhrgas kündigt volle Gasspeicher trotz der Krise an

"
  • Mehrheitsbeteiligung von enviaM an Mitgas genehmigt
    Mitgas Die EU-Kommission hat die Mehrheitsbeteiligung der RWE-Tochter envia Mitteldeutsche Energie am mitteldeutschen Gasverteilunternehmen Mitgas genehmigt. Wie die Behörde am Freitag in Brüssel mitteilte, werde der Wettbewerb durch die Transaktion nicht erheblich gemindert.
  • Siemens will mit Gazprom zusammenarbeiten
    Hände Der Technologiekonzern Siemens will künftig mit dem staatlichen russischen Energiekonzern Gazprom zusammenarbeiten. Eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichneten die Vorstandsvorsitzenden beider Unternehmen am Donnerstag in St. Petersburg, wie der Münchener DAX-Konzern mitteilte.
  • Gazprom stellt Weißrussland Ultimatum wegen Gasschulden
    Gasflame 02 51 Der russische Präsident Dmitri Medwedew hat Weißrussland ein fünftägiges Ultimatum zur Zahlung seiner Gasschulden gestellt. Sollte der Nachbarstaat bis dahin keinen Vorschlag unterbreitet haben, wie er die Außenstände in kürzester Zeit begleichen könne, müssten "strenge Maßnahmen" ergriffen werden.
  • Kartellamt hebt Beschränkungen im Gasmarkt auf
    Gas Die deutschen Ferngasversorger können künftig wieder freier agieren. Das Bundeskartellamt entschied am Dienstag, die bisher geltende Begrenzung von Laufzeiten und Bezugsquoten in der Vertragsgestaltung mit Gasendverteilern nicht zu verlängern. Das ist vor allem für Stadtwerke eine gute Nachricht.
  • Watt Deutschland geht unter die Gasanbieter
    Watt Der vor allem auf Geschäftskunden spezialisierte Energieanbieter Watt Deutschland hat eine neue Tochtergesellschaft gegründet. Zudem tritt Watt nun auch als Gasanbieter auf. Die neuen Angebote sollen der Kernzielgruppe, primär mittelständischen Unternehmen, mehr Möglichkeiten bieten.
Gasanbieterwechsel
Gaspreise Infos
Energiekosten senken
Heizen mit Gas
?>