Fehlender Wettbewerb

Energieverbraucher: Kunden werden ausgenommen

Energieverbraucher werden nach Ansicht des Bundes der Energieverbraucher ausgenommen. Die Einführung des Wettbewerbs im Strom- und Gasmarkt sei nur eine "Fassade", meint der Vorsitzende des BdE, Aribert Peters. Demnach zahlen Energiekunden in Deutschland Milliarden Euros zu viel.

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Unkel (red) - Im Vergleich zu anderen mitteleuropäischen Ländern zahlen die deutschen Verbraucher deutlich mehr für Strom und Gas, so der Verband. In Großbritannien zum Beispiel kosten 16.000 Kilowattstunden Gas 600 Euro, in der Schweiz etwa 800 Euro und in Deutschland gut 1.000 Euro. Darüber hinaus würden Energieversorger in Deutschland deutlich höhere Gewinne erzielen als in der übrigen Wirtschaft üblich sei.

Tribut an die Monopolisten

In den entscheidenden Punkten seien die Strom- und Gaspreise dem Wettbewerb auch heute noch entzogen. Egal von welchem Anbieter man Strom und Gas beziehe, zahle man immer den "Tribut an die Monopolisten". Die deutlich überteuerten Netzentgelte hemmen den Wettbewerb und kommen nur den Netzbesitzern zugute. Die Stromgroßhandelspreise an der Strombörse seien missbräuchlich überhöht und durch die marktbeherrschende Stellung der wenigen großen Gasimporteure werde der Gaswettbewerb behindert, so Peters weiter. "Notwendig wäre eine wirksame Entflechtung der Energiegiganten und eine strikte öffentliche Kontrolle über die Leitungsnetze von Strom und Gas", so Peters.

Möglichkeit des Anbieterwechsels nutzen

Der Bund der Energieverbraucher rät Verbrauchern, die Möglichkeiten "zum Wechsel des Strom- und Gasanbieters zu nutzen" und sich "mit den Waffen des Zivilrechts gegen überhöhte Preise zu wehren". Schon zuviel bezahlte Strom- und Gaspreise sollen zurück gefordert werden, jedoch sei es bei solchen Schritten wichtig, die fachkundige Beratung von Verbraucherzentralen oder auch durch den Bund der Energieverbraucher zu nutzen.

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