Pilottest

E.on will Windstrom im Erdgasnetz speichern

E.on errichtet im brandenburgischen Falkenhagen eine Pilotanlage zur Umwandlung von Strom aus Windenergie zu Wasserstoff. Der Wasserstoff soll in das Ferngasnetz eingespeist und wie normales Erdgas genutzt werden. Die neue Technik soll es ermöglichen, den gesamten heutigen Ökostrom im Gasnetz zu speichern.

Gaspreise© photoGrapHie / Fotolia.com

Düsseldorf (dapd/red) - Damit werde das Erdgasnetz zum Speicher für Strom aus wetterabhängigen erneuerbaren Energien, teilte das Unternehmen am Freitag mit.

Windkraft und Co. komplett im Gasnetz speichern

Das Potenzial der Technik sei immens: Bereits heute könne dem Erdgas im Netz problemlos bis zu fünf Prozent Wasserstoff beigefügt werden, mittelfristig erwarteten Experten bis zu 15 Prozent, erklärte E.on. Damit könnte die gesamte heutige regenerative Stromerzeugung, also sowohl Sonnen- als auch Wasser- und Windkraft, im deutschen Erdgasnetz gespeichert werden.

Warum Speicher so wichtig sind

Wenn Deutschland in den nächsten Jahren den Anteil fluktuierender Windkraft und Sonnenenergie an der Stromerzeugung wie geplant erhöht, wird das Angebot zeitweise den Strombedarf übersteigen und das Stromnetz an die Grenzen seiner Belastbarkeit bringen. Deswegen sind Technologien zur Speicherung dieser überschüssigen Energie so wichtig.