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21.08.2009, 14:57 Uhr

Gas-News

Liefereinschränkungen

Deutschland für mögliche Gaskrise gewappnet

Deutschland ist einer Studie der Bundesnetzagentur zufolge für eine mögliche neue Gaskrise gewappnet. Die etwa zwei Wochen lange Liefereinschränkung Russlands im vergangenen Winter hätte "einen erheblich längeren Zeitraum" dauern können, bevor die Versorgungssicherheit in Deutschland ernsthaft berührt gewesen wäre.

Berlin (afp/red) - "Der deutsche Gasmarkt hat den Stresstest bestanden und ist grundsätzlich auch für zukünftige Krisen gewappnet", sagte der Präsident der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth, dem "Handelsblatt". Russland hatte im Streit mit der Ukraine am 7. Januar die Gaslieferungen unterbrochen. In dem Zeitraum erhöhte Deutschland seine Importe aus den Niederlanden, Norwegen und Belgien und griff deutlich stärker auf seine Speicherbestände an Gas zu.

Gasspeicher waren bei Lieferstopp gut gefüllt

Anders als während der Gaskrise zeitweise angenommen, wurden die Speicher durch den verstärkten Zugriff aber nicht annähernd geleert. Zu Beginn der Krise seien die in ganz Deutschland verteilt stehenden Speicher zu 76,6 Prozent gefüllt gewesen, am Ende zu 64,5 Prozent. Damit wurden von der maximal möglichen Bevorratung 12,1 Prozent verbraucht. Dabei waren den Angaben zufolge die Temperaturen zu der betroffenen Zeit niedrig, weshalb es einen hohen Verbrauch gegeben habe. Kurth sagte dem "Handelsblatt", die Krise hätte noch Wochen andauern können, ohne die Versorgung zu gefährden. So führte Deutschland während der Krise sogar Gas nach Tschechien aus.

Großes Speichervolumen für Gas in Deutschland

Der Studie zufolge verfügt Deutschland hinter den USA, Russland und der Ukraine über das weltweit viertgrößte Speichervolumen. Derzeit befänden sich außerdem so viele Speicher im Bau oder in der Planung, dass sich im Fall ihrer Fertigstellung das Speichervolumen in den kommenden zehn Jahren nahezu verdoppeln würde. Allerdings sei nicht sichergestellt, dass die geplanten Vorhaben tatsächlich alle umgesetzt werden, außerdem müssten für eine Nutzung der neuen Speicher auch die Netze erst noch entsprechend angepasst werden.

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