Vorläufige Zahlen

Deutsche Erdgasimporte im April günstiger

Im Vergleich zum Vorjahr wurde deutlich weniger Erdgas nach Deutschland importiert. Zudem sind die Grenzübergangspreise pro Terajoule Erdgas merklich gesunken, im Vergleich zu April 2006 um 8,8 Prozent und im Vergleich zu März 2007 um 3,1 Prozent.

Gaspreise© photoGrapHie / Fotolia.com

Eschborn (red) - Nach vorläufigen Berechnungen des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) lagen die deutschen Erdgasimporte im Monat April 2007 mit 242.535 Terajoule um 24,0 Prozent unter der entsprechenden Menge des Vorjahresmonats (319.237 Terajoule). Der Grenzübergangspreis pro Terajoule Erdgas lag im April 2007 mit 5.418,39 Euro (dieses entspricht zirka 1,95 Cent pro Kilowattstunde) um 3,1 Prozent unter dem Preis im März 2007 (5.591,67 Euro). Gegenüber April 2006 (5.942,93 Euro) ist der Grenzübergangspreis pro Terajoule Erdgas um 8,8 Prozent gesunken.

Im aktuellen Zwölfmonatszeitraum Mai 2006 bis April 2007 lagen die Erdgasimporte mit 3.083.715 Terajoule um 15,3 Prozent unter der entsprechenden Menge der Referenzperiode Mai 2005 bis April 2006 (3.641.866 Terajoule). Die drei wichtigsten Lieferländer waren im aktuellen Berichtszeitraum die Russische Föderation (1.304.283 Terajoule), Norwegen (984.419 Terajoule) und Niederlande (652.638 Terajoule).

Der Wert der Erdgaszugänge aus russischen, niederländischen, norwegischen, dänischen und britischen Fördergebieten betrug im Berichtszeitraum Mai 2006 bis April 2007 18,254 Milliarden Euro im Vergleich zu 18,749 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum. Der durchschnittliche Grenzübergangspreis ist im betrachteten zwölfmonatigen Zeitraum im Vergleich zur Referenzperiode um 15,0 Prozent von 5.148,14 Euro auf 5.919,43 Euro pro Terajoule Erdgas gestiegen.

Der Grenzübergangspreis zeigt den Preis des Erdgases an der deutschen Grenze und folgt in der Regel mit einer gewissen Zeitverzögerung den Preisen für Mineralöl.