Statement

Bundesnetzagentur kritisiert zu hohe Strom- und Gaspreise

Die deutschen Strom- und Gaspreise für Haushaltskunden sind aus der Sicht der Bundesnetzagentur zu hoch."Wir haben es nach wie vor mit mangelndem Wettbewerb zu tun", sagte Behördenpräsident Matthias Kurth am Mittwoch auf dem Euroforum-Regulierungskongress in Berlin.

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Berlin (dapd/red) - So hätten die privaten Verbraucher vom deutlichen Preisverfall beim Erdgas auf den Spotmärkten noch nichts mitbekommen. Die meisten Gasanbieter gäben dies nicht weiter.

Auch die ständig kletternden Haushaltskundenpreise beim Strom seien angesichts der deutlich gesunkenen Großhandelspreise nicht angemessen, sagte Kurth weiter. Zwar habe es die Branche mit steigenden Steuern und Abgaben wie etwa der Umlage für die Einspeisung erneuerbarer Energien (EEG-Umlage) zu tun. Doch das könne nicht der Grund für die Höhe der Tarifanhebungen sein. "Die steigende EEG-Umlage rechtfertigt nicht die Entwicklung der Strompreise", betonte der Behördenchef.

Darüber hinaus lasse die Informationspolitik der Energieversorger nach wie vor zu wünschen übrig. Beispielsweise würden die Verbraucher bei den Anschreiben der Strom- oder Gasanbieter nur unzureichend über die Gründe höherer Preise informiert. "Bei dem wenig transparenten Informationsverhalten hat sich wenig geändert", sagte Kurth.