Klarstellung

Branchenverband: Keine Steuergelder für sichere Gasversorgung

Die ostdeutsche Gaswirtschaft hat ihre Leitungsnetze ohne Fördermittel durch Steuergelder aufgebaut und wartet sie auch heute noch aus eigenen Mitteln. Das Forum Erdgas weist damit anderslautende Angaben der brandenburgischen Verbraucherzentrale zurück.

Gasherd© ArtmannWitte / Fotolia.com

Leipzig (red) - Seit 1990 investierte die Erdgas-Branche den Angaben zufolge dafür insgesamt 18,5 Milliarden Euro. Dies geht aus der kürzlich veröffentlichten Studie des Forum Erdgas hervor, die vom renommierten Institut Ife durchgeführt wurde.

In einer Presseinformation hatte die Verbraucherzentrale Brandenburg erklärt, die Modernisierung der Leitungsnetze in Ostdeutschland sei nur auf Subventionen aus Steuergeldern zurückzuführen. "Diese Behauptung der Verbraucherzentrale ist sachlich schlichtweg falsch. Alle Investitionen, die für den Aufbau und die Wartung der modernen Netze notwendig waren stammen aus privatwirtschaftlichen Quellen - das heißt von den Erdgas-Unternehmen selbst. Dies ist gewiss auch der Verbraucherzentrale bekannt", erklärt Tobias Kempermann, Projektleiter des Forum Erdgas.

Dieses finanzielle Engagement in die Versorgungssicherheit sieht das Forum Erdgas als Selbstverständlichkeit, um eine flächendeckende Energieversorgung zu gewährleisten. "Schließlich haben wir unsere selbst auferlegte Verpflichtung zu erfüllen: alle Haushalte - auch die in den strukturschwächeren Regionen - mit Erdgas zu versorgen", so Kempermann. "Dazu waren wir niemals auf Steuergelder angewiesen und sind auch in Zukunft bereit, selbst zu investieren."

"Der Verbraucher zahlt rund 30 Prozent des Gaspreises für Steuern und Abgaben, ab Januar 2007 wird diese Belastung durch die Erhöhung der Mehrwertsteuer sogar noch höher", sagt Kempermann. Der Staat profitiert also auch von den hohen Einnahmen aus den Aktivitäten der Gaswirtschaft. "Sänke dieser Anteil, würden auch die privaten Haushalte deutlich entlastet", so Kempermann weiter.

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