Strom und Wärme aus Gülle

biogasNRW eröffnet erste Biogas-Anlage im Münsterland

Die biogasNRW GmbH, ein gemeinsames Tochterunternehmen der Stadtwerke Düsseldorf AG und der agri.capital GmbH, eröffnete Nahe eines Fleisch- und Schlachtbetriebes eine Biogasanlage mit zwei Modulen zu je 500 Kilowatt elektrischer Leistung.

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Düsseldorf (red) - Der Betrieb aus dem münsterländischen Schöppingen deckt nun seinen Wärmebedarf umweltfreundlich aus Gülle und nachwachsenden Rohstoffen wie Mais und Roggen. Dabei werden nach Angaben der Stadtwerke Düsseldorf pro Jahr rund 6.000 Tonnen CO2 eingespart.

Während die Wärme der Anlage den Bedarf des benachbarten Fleisch- und Schlachtbetriebes zu fast 100 Prozent decken kann, werde der Strom ins öffentliche Netz eingespeist, damit könnten rund 2.500 Familien mit Strom versorgt werden.

In den Anlagen von biogasNRW entsteht durch Vergärung organischer Stoffe wie Rinder- oder Schweinegülle sowie Mais oder Roggen unter Sauerstoffentzug Biogas. Dieses brennbare Gemisch wird in einem Blockheizkraftwerk (BHKW) verbrannt. Die standardisierten Motoren leisten jeweils rund 500 Kilowatt.