Gas-News
Letzte Genehmigung erteiltDer Bau der Ostseepipeline von Russland nach Deutschland kann im kommenden Jahr beginnen. Als letzter der fünf Anrainerstaaten erteilte Russland die Genehmigung zur Verlegung des Gasstrangs durch seine Hoheitsgewässer, wie der Projektbetreiber Nord Stream am Freitag mitteilte.
Moskau (ddp/red) - Bereits am Donnerstag hatte Deutschland für Montag seine Zustimmung angekündigt. Damit liegen dem Konsortium die Baugenehmigungen von Russland, Deutschland, Dänemark, Finnland und Schweden vor.
Nach Angaben von Nord Stream-Chef Matthias Warnig soll im Frühjahr 2010 mit der Verlegung der Trasse begonnen werden. Durch den ersten von zwei geplanten Leistungssträngen soll ab 2011 russisches Erdgas nach Europa fließen. Die rund 7,4 Milliarden Euro kostende Ostseepipeline soll bis zum Jahre 2012 komplett fertiggestellt werden. Insgesamt werden später jährlich bis zu 55 Milliarden Kubikmeter russisches Erdgas nach West- und Südeuropa geliefert.
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Die Bundeswehr hat Bedenken gegen die Trassenführung der geplanten Ostsee-Gaspipeline durch Manövergebiete. Nach Angaben eines Sprechers von Nord Stream wurden die Einwände von der Wehrbereichsverwaltung Nord Ende April erhoben. Die Betreiber führten nun "intensive Gespräche" mit der Bundeswehr und den Behörden.
Der Bau der Ostsee-Pipeline wird sich Medienberichten zufolge weiter verzögern. Wohl erst Ende 2011 wird Gas durch die 1220 Kilometer lange Pipeline fließen, wie Nord Stream-Finanzchef Paul Corcoran mitteilte. Grund seien Bedenken von Finnland und Dänemarkt, die eine Änderung des Leitungsverlaufes fordern.
Die geplante Ostsee-Pipeline wird Medienberichten zufolge teurer als bislang angenommen. Gazprom habe die Kostenschätzung nach oben angehoben, so soll das Projekt statt wie zunächst geplant 5 Milliarden Euro nun 7,4 Milliarden Euro kosten.
Ab 2010 wird durch eine neue Pipeline Erdgas von der Ostsee nach Sachsen strömen, der Bau für die entsprechende Anbindungsleitung durch Brandenburg beginnt im nächsten Jahr. Dabei sollen regionale Betriebe mit einbezogen werden, auch Landkreise und Gemeinden wollen von der neuen Erdgas-Trasse profitieren.Gaspreise vergleichen
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