Bis zu 31 Prozent

276 Anbieter erhöhen ihre Gaspreise vor der Heizperiode

Zum 1. September erhöhen 148 Anbieter ihre Gaspreise. Zum 1. Oktober sind jetzt schon 128 Versorger bekannt, die Preissteigerungen angekündigt haben. Insgesamt sind das 276 Gasanbieter, die noch vor der kommenden Heizperiode ihre Preise anheben, teilt das Verbraucherportal Verivox mit, dass die aktuellen Gaspreisentwicklungen untersucht hat.

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Heidelberg/Wetzlar (red) - Nicht nur die Anzahl der Anbieter, die ihre Preise erhöhen, ist auffällig, sondern auch die Höhe der Steigerung: Lag die Spitze bis jetzt bei 29 Prozent, findet man bei den Vereinigten Stadtwerken in Schleswig-Holstein jetzt eine Erhöhung um 31 Prozent. Ein durchschnittlicher Haushalt mit einem Verbrauch von 20.000 kWh und einer Leistung von 15 KW muss hier in Zukunft jährlich 396 Euro mehr für Erdgas ausgeben.

Im Vergleich der 100 größten Städte führen die Stadtwerke Duisburg die Tabelle mit 1604 Euro für einen Musterhalt an. Wechselt der Verbraucher dort zu dem günstigsten verfügbaren Angebot der Firma LichtBlick, so können 253 Euro eingespart werden. Der günstigste Anbieter im Städtevergleich sind die Stadtwerke Pforzheim, die mit 1150 Euro aktuell das deutschlandweit günstigste Gas anbieten.

Trotz gesunkenem Ölpreis keine Entlastung bei Gas

Insgesamt wurde das durchschnittliche Preisniveau des besten Angebots des lokalen Versorgers vom 1. Januar bis zum 1. August um rund acht Prozent angehoben. Obwohl der Ölpreis zwischenzeitlich wieder gesunken ist, ist für diese Heizperiode trotzdem nicht von sinkenden Gaspreisen auszugehen, schätzt Peter Reese, Leiter Energiewirtschaft bei Verivox.

Mehrere hundert Euro Ersparnis durch Anbieterwechsel

Verbraucher sollten die Preissteigerungen nicht einfach hinnehmen, sondern Preise vergleichen und gegenebenfalls den Anbieter wechseln. Die Zahl der überregionalen Gasanbieter nimmt kontinuierlich zu, so dass man mit einem Wechsel des Tarifs oder des Anbieters mehrere hundert Euro jährlich eingespart werden.

"Der Wechsel des Strom- und des Gasanbieters ist einfach und völlig risikofrei. Da die Belieferung gesetzlich geregelt ist, kann es bei einem Anbieterwechsel niemals zu einer Unterbrechung der Versorgung kommen", so Reese.

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