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Beitrag Yello - Rechnungskorrektur | EnBW beurlaubt Yello-Geschäftsführer
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22.05.2003 10:08 Zum Anfang der Seite springen
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verrückt Meine YELLO - Story

Als Computerfuzzi mit Schwerpunkt Software für Energieversorgungs - Unternehmen und Stadtwerke habe ich viel mit der Rechnungserstellung für Strom und Gas zu tun.
Aus beruflichen Gründen bin ich seit langer Zeit in Berlin, und nachdem ich das Hotel - Leben satt hatte, nahm ich mir ein Appartement.
Schon wegen meines Berufes war das Anlass genug die Segnungen des liberalisierten Strom - Marktes mal auszukosten.
So meldete ich mich noch vor dem Einzug - also wirklich rechtzeitig - via Internet bei einem allseits bekannten Stromlieferer zum Beginn am 01.10.2002 an. Das gelbe Unternehmen reagierte sehr erfreut und teilte mir schriftlich mit, dass es mir gerne ab Januar 2003 zu Diensten sei.
Ich rief bei der sogenannten Hotline an und versuchte klar zu machen, dass ich bereits ab Oktober, nicht erst ab Januar!, Strom ziehen würde.
Die junge Dame am Telefon war mit diesem Ansinnen schlicht überfordert. Ihr Weltbild sah keinen brandneuen Kunden vor, nur solche, die bereits bei einem anderen Versorger Strom beziehen und damit vertraglich gebunden sind.
"Sie haben bereits einen Vertrag mit der BEWAG," bekam ich zu hören. "Ich habe keinen Vertrag mit der BEWAG, ich bin neu zugezogen und kann gar keinen Vertrag mit denen haben." "Doch, Sie haben einen Vertrag, Sie haben sicher schon das Licht angemacht und damit haben Sie einen Vertrag abgeschlossen," bestand sie auf ihrer Meinung. Ich musste sie leider korrigieren:" Das Licht hat der Immobilien - Hai angemacht, der mir die Wohnung verscherbelt hat. Dann hat der den Vertrag, aber ich möchte ab 1.Oktober bei Ihnen und sonst nirgends Kunde sein."
Sie lehnte erneut ab, ich musste sie als unfähig bezeichnen und legte auf.
Mit Einschreiben beharrte ich dann schriftlich auf dem Begehren Kunde sein zu wollen....
Es tat sich lange nichts, bis Mitte November ein Schreiben kam dass man mich herzlich als Kunde zum 1. Januar 2003 begrüsse, leider vom Vorlieferanten noch keinen Vertrag habe und überdies den Stand meines Stromzählers zum 1. Januar benötige.
Einen weiteren Anruf bei der Hotline verweigerte ich, sondern gab in einem erneuten Einschreiben nochmal den Sachverhalt:
Ich sei neuer Kunde, der noch nie in Berlin Strom gekauft hat, deshalb gäbe es keinen Vorlieferanten, keinen Vertrag und den Zählerstand zu meinem Einzug hätten sie ja schon.
Das Ergebnis: Ich wurde stürmisch zu meinem strahlenden Dasein als Kunde zum 1. Januar 2003 begrüsst, auch seien die Unterlagen vom Vorlieferanten jetzt da und alles sei paletti.
Ich wunderte mich zwar wie man zu nicht existierenden Unterlagen gekommen sei, hielt aber still und harrte der Dinge die da kommen mussten.
Der Berliner BEWAG müsste ja der Umsatz zwischen Oktober und Januar fehlen, die müssten doch darauf kommen und mir eine Abrechnung schicken. Die würde ich verweigern mit Hinweis darauf dass ich mich ja ab 1.10. bei den Gelben angemeldet hätte.
Es passierte garnichts. Der Zählerstand ist bei den Gelben mit dem 1.1.2003 notiert, die Berliner haben ihn sicher mit dem 01.10.2002 in ihrem System, der Vertragsbeginn bei den Gelben ist der 01.01.2003 und ich habe 3 Monate lang keine Grundgebühr zahlen müssen.
Kein Wunder dass die Gelben sofort die Preise erhöhen mussten.
Fazit: Ich als Kunde habe eigentlich nur einen Haufen Schreiberei und Telefonkosten, der Preisvorteil ist wohl schon alleine dadurch dahin, und wahrscheinlich stehe ich schlechter da als wenn ich gleich zum herkömmlichen Ortslieferanten gegangen wäre.

Also, Ei drüber. Schade um die alten Regionalversorger die jetzt allesamt zerschlagen werden.

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07.07.2003 11:57 Zum Anfang der Seite springen
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cool RE: Meine YELLO - Story

Wenn Du so viel schlechte Erfahrung gemacht hast, bist Du sicher nach der letzten Preiserhöhung über Sonderkündigungsrecht wieder ausgestiegen. Bist Du wieder beim Regionalversorger oder nochmals gewechselt ?

CU

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15.07.2003 12:21 Zum Anfang der Seite springen
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Augenzwinkern RE: Meine YELLO - Story

Bevor eine Anmeldung bei einem Stromanbieter erfolgt sollte man sich halt die AGB´s durchlesen.
In denen steht,daß die Anmeldung bis zum 15.eines Monats bei Yello sein muß und da hier eine Internetanmeldung erfolgte benötigt Yello noch eine Unterschrift auf einer Vollmachtskarte,die bis zum 15.wieder bei Yello sein muß. Dann kann die Strombelieferung zum 1. des übernächsten Monats erfolgen.

Das ein Vertragsverhältnis mit der BEWAG bestand geht aus der "Verordnung über Allgemeine Bedingungen für die Elektrizitätsversorgung von Tarifkunden" ein verrücktes Teil-genannt AVBEltV § 2 Vertragsabschluß hervor. Daß dieses Pamphlet jemand nicht kennt ist verständlich ...aber Unkenntnis schützt vor "Strafe" nicht.

Zusammenfassung: es geht halt nicht immer so,wie man es sich logisch vorstellt und die Mitarbeiterin im Callcenter hat so unrecht nicht, man sollte ebend mal ruhig zuhören ;-))

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